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Grenzen-Wissenschaften

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  Baumnotizien
Philippe Offline




Beiträge: 127

18.02.2008 15:25
Frankensteins Erben....? Zitat · antworten

Von Martin Kugler, Die Presse, 14.2.08

MANILA/WIEN. Weltweit ist der Zug zur Gentechnik in der Landwirtschaft
ungebrochen: Im Jahr 2007 ist die Anbaufläche von Gen-Pflanzen um weitere
zwölf Prozent auf insgesamt 114,3 Millionen Hektar gestiegen. Zum Vergleich:
Das entspricht einer Fläche, die 83 mal so groß ist wie das österreichische
Ackerland. Seit der Markt-Einführung der "Grünen Gentechnik" vor zwölf
Jahren ist das die zwölfte starke Zunahme in Folge.

Diese Daten hat am Mittwochabend die Biotech-Lobbying-Organisation ISAAA
("Internationale Service for the Acqusition of Agri-Biotech Applications")
veröffentlicht. DieOrganisation wird vor allem von Biotech-Konzernen
finanziert, die ISAAA-Daten sind aber die einzigen halbwegs verlässlichen
Daten über die Verwendung von Gentechnik.

Unverändert ist die wichtigste Gen-Pflanze Soja, gefolgt von Mais, Baumwolle
und Raps. Der Biosprit-Boom hat die Dynamik allerdings etwas verändert:
Während die Anbaufläche von Gen-Soja weltweit stagnierte, wuchs der Anbau
von Gen-Mais weit überdurchschnittlich. Das betrifft vor allem die USA, in
der gigantische Mengen an Mais in die Energieproduktion gehen. Konkret: Aus
sieben Mio. Hektar Gen-Mais sowie aus 3,4 Mio. Hektar Gen-Soja werden
Autotreibstoffe gemacht. Die verstärkte Nutzung von Gen-Saaten für die
Sprit-Produktion ist bis dato fast ausschließlich auf die USA beschränkt.

Australien testet Gen-Weizen

Den größten relativen Zuwachs gab es 2007 in Indien und China.
Verantwortlich dafür ist vor allem Baumwolle: Mittlerweile stammen 42
Prozent der weltweiten Baumwoll-Produktion aus gentechnisch veränderten
Pflanzen. Vor zwei Jahren waren es "nur" 28 Prozent. Gen-Baumwolle ist
resistent gegen Insekten-Schädlinge, die ansonsten schwierig zu bekämpfen
sind. Besonders krass ist die Situation in China: 3,8 der 5,5 Millionen
Hektar Baumwoll-Pflanzungen sind bereits mit Gen-Saaten bebaut. Das heißt,
dass 69 Prozent aller in China produzierten T-Shirts oder Jeans aus
Gen-Pflanzen hergestellt sind.

China gibt derzeit Vollgas in Sachen Grüne Gentechnik: Erstmals wurde im
Vorjahr weltweit eine größere Menge gentechnisch veränderte Bäume - nämlich
250.000 Pappeln mit veränderter Lignin-Zusammensetzung - angebaut. Neu auf
den Feldern sind Gen-Paprika und Paradeiser. Kurz vor der Zulassung sind
Gen-Reis-Sorten.

Auch in anderen Ländern tut sich viel: Australien testet nun - nach einigen
Dürre-Jahren in Folge - trocken-resistente Gen-Weizen-Sorten. Davor sind
bisher sogar die US-Konzerne zurückgeschreckt - aus Angst vor Ressentiments
der Konsumenten beim Nahrungsmittel Nummer eins. Die US-Farmer sind
unverändert die größten Nutzer von Gen-Saaten, dahinter folgen Argentinien,
Brasilien und Kanada. Insgesamt werden in 23 Staaten Gen-Pflanzen angebaut.
In der EU ist deren Zahl auf acht angewachsen: Zu Spanien, Frankreich,
Tschechien, Portugal, Deutschland, der Slowakei und Rumänien hat sich im
Vorjahr Polen hinzugesellt. Frankreich und Rumänien überlegen indes den
Ausstieg.

philippe


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