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Grenzen-Wissenschaften

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Dieses Thema hat 128 Antworten
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 Wissen Intellekt Verstand
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Saraswati Offline




Beiträge: 881

18.01.2008 11:01
denken Zitat · antworten

Habe gerade einen Spruch gelesen,
den ich hier mal weitergeben möchte:

Wenn ich mir bewusst bin, dass ich denke, bin ich.
Wenn ich denke, bin ich nicht bewusst.

Saraswati

Roksi Offline

Admin


Beiträge: 2.137

18.01.2008 11:19
#2 RE: denken Zitat · antworten

Das ist endlich ein besserer Spruch, der den berühmten "ich denke - also bin ich" ablöst.

Gefällt mir!



Roksi ..........................................................TM 003

green ( Gast )
Beiträge:

18.01.2008 11:31
#3 RE: denken Zitat · antworten

Zitat von Saraswati

Wenn ich mir bewusst bin, dass ich denke, bin ich.
Wenn ich denke, bin ich nicht bewusst.



äh, das heisst ja, ich bin nie. (oder eigentlich eher: jeder der das so sieht, hat keine Chance zu sein)

Woher diese Abkopplung des Denkens vom Bewußtsein?

Roksi Offline

Admin


Beiträge: 2.137

18.01.2008 11:46
#4 RE: denken Zitat · antworten

Ich würde sagen, "Abkoppelung" des Denkens vom Bewußtsein könnte man in der Parallele auch mit Abkoppelung des Gefühls vom Bewußtseins aufzeigen.

Es gibt ja auch seltsamer Weise nur der Spruch "ich denke - also bin ich". Aber keiner sagt "ich fühle - also bin ich".

Wenn ich Bezug auch noch auf den Komponenen "Willen" nehme, dann könnte ich auch noch hier eine "Abkoppelung" machen: "ich setze Willen ein - also bin ich". Hört sich lustig an.

Aber wer weiss, vielleicht könnte der Spruch so aussehen: "ich denke, ich fühle (ich liebe), ich setze Willen ein - also bin ich".

Und der Spruch, welchen Saraswati gegeben hat, würde diese Kombi abrunden: also wenn ich im Stande bin, bewußt diese Komponente: das Denken, das Lieben und das Wollen wahrzunehmen, dann bin ich auf jeden Fall bewußter, als jemand, der diese Sachen nur nutzt, ohne nach ihrem Zweck/Wert zu fragen.



Roksi ..........................................................TM 003

Saraswati Offline




Beiträge: 881

18.01.2008 11:50
#5 RE: denken Zitat · antworten

Zitat von green
äh, das heisst ja, ich bin nie.

Wir sind immer. Das zu erfahren, ist eine Angelegenheit des Bewusstseins.

In Antwort auf:
Woher diese Abkopplung des Denkens vom Bewußtsein?




Denken selbst ist nicht Bewusstsein.
Und das Denken ersetzt auch niemals das Bewusstsein.
Sondern das Bewusstsein kann sich des Denkens bedienen.

Bewusstsein ist unmittelbare Wahrnehmung
(ohne Bewertung und Einordnung)
Direktes, bewusstes Erleben des Seins.

Saraswati

sat naam ( Gast )
Beiträge:

18.01.2008 11:54
#6 RE: denken Zitat · antworten

Zitat von green
Zitat von Saraswati

Wenn ich mir bewusst bin, dass ich denke, bin ich.
Wenn ich denke, bin ich nicht bewusst.



äh, das heisst ja, ich bin nie. (oder eigentlich eher: jeder der das so sieht, hat keine Chance zu sein)

Das ist ja nur ein logischer Umkehrschluß des Denkens. Darin liegt die Begrenzung.
In Antwort auf:
Woher diese Abkopplung des Denkens vom Bewußtsein?

Reine Erfahrungssache.
In dem Augenblick wo du einen bewußten Zustand ohne Denken erfährst - existiert dieser Zustand auch für dich in deiner Realität.
Für das reine Denken wird das immer spekulativ bleiben, weil es eben drüber hinausgeht.

Roksi Offline

Admin


Beiträge: 2.137

18.01.2008 11:59
#7 RE: denken Zitat · antworten

Zitat von sat naam
In dem Augenblick wo du einen bewußten Zustand ohne Denken erfährst
Gibt es überhaupt eine Möglichkeit, so einen Zustand zu beschreiben? Oder ist die eigene Erfahrung hier die Voraussetzung, dies verstehen zu können?



Roksi ..........................................................TM 003

green ( Gast )
Beiträge:

18.01.2008 12:03
#8 RE: denken Zitat · antworten

...was mich an Saraswatis Zitat etwas stört:
es wäre so nicht möglich zu sagen "ich bin bewusst",
weil diese Aussage bereits einen Denkprozess erfordert,
dem Denken aber eine Einheit mit Bewusstsein abgesprochen wird.

Das erlebe ich anders. Nur denken ist sicher nicht bewusst sein, aber es als quasi bewusstwerdungshinderlch zu betrachten,
halte ich für eine Abspaltung, die weder das Sein noch das, was sich in ihm ereignet erfasst und folglich eher ein eingeschränktes Bewusstsein spiegelt.

"ich denke, also bin ich" geht ja davon aus, dass sich Denken als Reflektionsprozess dazu eignet,
Wahrgenommenes, also auch sich selbst, erst zu erkennen.
Das schließt eben auch das Gefühl ein, da es ja wahrnehmbar ist.

Der Aussage "Wenn ich denke, bin ich nicht bewusst." liegt eine gänzlich andere Bewertung zugrunde, die offenbar das Denken für einen isolierten Datenverarbeitungsvorgang hält, der mich von der Wahrnehmung abhält. Das ist mir zu eng. Es unterschlägt die mögliche Gleichzeitigkeit.



Saraswati Offline




Beiträge: 881

18.01.2008 12:05
#9 RE: denken Zitat · antworten

Zitat von Roksenia
Gibt es überhaupt eine Möglichkeit, so einen Zustand zu beschreiben? Oder ist die eigene Erfahrung hier die Voraussetzung, dies verstehen zu können?



Aus-denken lässt sich das nicht
Alles, was wir erleben hat den Ursprung in Erfahrung
Also geht es nicht ohne eigene Erfahrung,
das gedankenfreie Bewusstsein zu erfassen...

Saraswati

Roksi Offline

Admin


Beiträge: 2.137

18.01.2008 12:15
#10 RE: denken Zitat · antworten
Ich würde hier dann den "Zeitfaktor" betrachten.

Bewußt-sein ist m.e.n. ein Zustand. Der Zustand ist gegenwärtig.

Der Gedanke - so wie Du, Green, auch sagst - ist Reflektion. Allerdings folgt diese Reflektion eine Spur "zu spät" (nur rein bildlich gesprochen). Der Gedanke befindet sich bereits in der Vergangenheit. Und die Worte, die ich jetzt schreibe, sind ebenso bereits Vergangenheit. Sie liegen geschichtsmäßig gesehen hinter dem Gedanken.

In Antwort auf:
Der Aussage "Wenn ich denke, bin ich nicht bewusst." liegt eine gänzlich andere Bewertung zugrunde, die offenbar das Denken für einen isolierten Datenverarbeitungsvorgang hält, der mich von der Wahrnehmung abhält. Das ist mir zu eng. Es unterschlägt die mögliche Gleichzeitigkeit.
Ich vermute, um die "mögliche Gleichzeitigkeit" nicht unterschlagen zu müssen, ist es notwendig, den Zustand als eine Art "Schale" um sich selbst zu sehen. Und innerhalb dieser Schale laufen die Prozesse wie Denken oder Fühlen oder Willen-Einsetzen ab. Permanent. Aber sie laufen in der zeitlichen Abfolge ab.

Der Zustand, welchen ich hier meinen würde, ist, wie gesagt, wie eine Schale, besser gesagt wie eine Hülle, die mich umgibt. Und ich vermute, erst wenn man sich dieser Hülle bewußt wird, dann nimmt man wahrscheinlich auch die Gedanken/Gefühle/Krafthandlungen in einer Art "synchronisiertem" Film innerhalb der Gegenwart wahr. Und ich wette, dass sich dieser Hülle, diesem Zustand bewußt zu werden / zu sein nicht mit dem Denken verbunden ist.

Denken wäre nach diesem Gedanken hier (lustige Worte-Zusammensetzung ) nämlich kein Zustand. Das ist nur die Bescheibung-Funktion oder Reflektion-Funktion.



Roksi ..........................................................TM 003

Saraswati Offline




Beiträge: 881

18.01.2008 12:22
#11 RE: denken Zitat · antworten

Zitat von Roksenia
Ich würde hier dann den "Zeitfaktor" betrachten.

Der Gedanke - so wie Du, Green, auch sagst - ist Reflektion. Allerdings folgt diese Reflektion eine Spur "zu spät" (nur rein bildlich gesprochen).
Daher das Wort nachdenken...


In Antwort auf:
Der Zustand, welchen ich hier meinen würde, ist, wie gesagt, wie eine Schale, besser gesagt wie eine Hülle, die mich umgibt. Und ich vermute, erst wenn man sich dieser Hülle bewußt wird, dann nimmt man wahrscheinlich auch die Gedanken/Gefühle/Krafthandlungen in einer Art "synchronisiertem" Film innerhalb der Gegenwart wahr. Und ich wette, dass sich dieser Hülle, diesem Zustand bewußt zu werden / zu sein nicht mit dem Denken verbunden ist.

Denken wäre nach diesem Gedanken hier (lustige Worte-Zusammensetzung ) nämlich kein Zustand. Das ist nur die Bescheibung-Funktion oder Reflektion-Funktion.



Ah, es lässt sich doch beschreiben

Saraswati

sat naam ( Gast )
Beiträge:

18.01.2008 12:32
#12 RE: denken Zitat · antworten
Zitat von green
...was mich an Saraswatis Zitat etwas stört:
es wäre so nicht möglich zu sagen "ich bin bewusst",
weil diese Aussage bereits einen Denkprozess erfordert,
dem Denken aber eine Einheit mit Bewusstsein abgesprochen wird.

Eben nur eine logische Schlußfolgerung des Denken in seiner Begrenzung. Da ist dann aber auch Schluß.
In Antwort auf:
Das erlebe ich anders. Nur denken ist sicher nicht bewusst sein, aber es als quasi bewusstwerdungshinderlch zu betrachten, halte ich für eine Abspaltung, die weder das Sein noch das, was sich in ihm ereignet erfasst und folglich eher ein eingeschränktes Bewusstsein spiegelt.

Ja klar, geht ja da auch nicht anders. Hinderlich ist nur, über diese Begrenzung hinaus zu gehen, weil sich dort der Bezugspunkt zum Denken ändert, der alles was man bisher gedacht hat über den Haufen werfen kann.
Und dagegen wehrt sich das Denk-bewußtsein.
In Antwort auf:
"ich denke, also bin ich" geht ja davon aus, dass sich Denken als Reflektionsprozess dazu eignet,
Wahrgenommenes, also auch sich selbst, erst zu erkennen.
Das schließt eben auch das Gefühl ein, da es ja wahrnehmbar ist.

Reflektion ist nur das Spiegelbild, aber eben nicht du selbst. Der Schatten sozusagen. Da gibt es doch dieses Höhlengleichniss.
Ich hatte da schonmal im ET etwas veröffentlicht, was der Lama Govinda darüber geschrieben hatte. Eine bessere und prägnantere erklärung hab ich bisher nicht gefunden um etwas schriftlich zu fixieren, was sich eben in der Bewegung nicht festhalten läßt.
Ich kann es ja mal raussuchen - falls es dich interessiert.
In Antwort auf:
Der Aussage "Wenn ich denke, bin ich nicht bewusst." liegt eine gänzlich andere Bewertung zugrunde, die offenbar das Denken für einen isolierten Datenverarbeitungsvorgang hält, der mich von der Wahrnehmung abhält. Das ist mir zu eng. Es unterschlägt die mögliche Gleichzeitigkeit.

Es ist eben die Frage, worauf sich das bewußt in dieser Aussage bezieht.
Indem augenblick wo Bewußtsein die grenze des Denkens überschreitet bekommt es eine andere Qualität und setzt andere *Maßstäbe*. Von daher ist Denken dann nicht mehr die Bewußtheit, die sie vorher mal war.

Dieser Satz ist indem sinne zweideutig. Je nachdem aus welchem Bewußtseinszustand er betrachtet wird.
Eben mit oder ohne Denken.


green ( Gast )
Beiträge:

18.01.2008 12:33
#13 RE: denken Zitat · antworten
Zitat von sat naam
Das ist ja nur ein logischer Umkehrschluß des Denkens. Darin liegt die Begrenzung.

... ich sehe die Begrenzung eher in dem Versuch, das so in Worte zu fassen :-)

ich gehe davon aus, Bewusstsein ist unabdingbar mit Gegenwart verbunden. Sind wir uns da einig?
Wenn ich mir also des Denkens bewußt bin (und rein von der Formulierung ist das in dem Zitat so festgelegt)
ist das eine Gleichzeitigkeit, die, schenke ich der Formulierung glauben, zulässt, zu sein.
Wenn ich aber, wie in der zweiten Zeile behauptet, nicht gleichzeitig denken und bewußt sein kann,
bin ich nie, falls sich das Sein an die Bewusstwerdung des Denkens koppelt.

Ob denn Bewußtsein ohne Denken möglich ist, steht da so gar nicht zur Debatte.
Es wird nur eine Aussage über das Sein gemacht.

Saraswati Offline




Beiträge: 881

18.01.2008 12:35
#14 RE: denken Zitat · antworten

Zitat von Roksenia
Und ich vermute, erst wenn man sich dieser Hülle bewußt wird, dann nimmt man wahrscheinlich auch die Gedanken/Gefühle/Krafthandlungen in einer Art "synchronisiertem" Film innerhalb der Gegenwart wahr. Und ich wette, dass sich dieser Hülle, diesem Zustand bewußt zu werden / zu sein nicht mit dem Denken verbunden ist.



Nächster Schritt:
Durch diese Gedanken-Gefühle-Krafthandlungsneigung hindurchsehen.
Sie nicht zum Maßstab machen
sondern direkt erleben.

Das führt zu einer enormen Intensität,
löst den Kanal zur eigentlichen Quelle des Seins...

Saraswati

green ( Gast )
Beiträge:

18.01.2008 12:38
#15 RE: denken Zitat · antworten
Zitat von sat naam
Eben nur eine logische Schlußfolgerung des Denken in seiner Begrenzung.

nö, ein bio-chemischer Ablauf, sprechen ohne Denken funktioniert nicht, mal von Lallen abgesehen :-)



..übrigens eine interessante Annahme, Denken sei begrenzt....
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