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Grenzen-Wissenschaften

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Roksi
Admin

Beiträge: 2.137

17.11.2007 14:04

Künstler, Wissenschaftler, Genie Zitat · antworten

Meine Frage richtet sich heute auf Aspekt des Künstlers, des Wissenschaftlers, des Genies.

Ist Künstler auch gleichzeitig ein Wissenschaftler?

Sind diese drei eine Art "Schöpfer"?

Kann man einen Künstler mit einem Wissenschaftler gleichsetzen? Eher nicht, oder?

Es gibt natürlich Allrounder wie z. B. Leonardo da Vinci, der alles in sich trug: Genie, Wissenschaftler, Künstler. Aber diese Beispiele sind natürlich nur selten in der menschlichen Geschichte.

Es ist eher so häufig anzutreffen, dass die Künstler sich von Wissenschaftlern eher abschotten und die Wissenschaft auch von der Kunst.

Auch eher häufiger anzutreffen, dass der Künstler in seiner "Welt" aufgeht und Probleme damit hat, sich z. B. mit Rechnen (Beispiel aus der Luft gegriffen) oder allem Möglichen zu beschäftigen, was NICHT mit der Kunst (und speziell seiner Kunst) zu tun hat.

Umgekehrt sind oft die Wissenschaftler, die sich für Kunst nicht interessieren und sogar absolut in der Kunst "begabungsfrei" zu sein scheinen, indem die Musik auf sie eher nur wenig Wirkung und die Malerei nur als Schmuckobjekt empfunden wird.

Das sind keine Klischees, die ich aufzähle. Sondern mir ist heute aufgefallen, dass Kunst und Wissenschaft nebeneinander wie zwei Welten existieren und Null Interesse haben, einander zu begegnen.

Ist es nur mein Empfinden?



Roksi ..........................................................TM 003

Saraswati


Beiträge: 881

17.11.2007 15:23

RE: Künstler, Wissenschaftler, Genie Zitat · antworten
Tolles Thema, Roksenia,
mag ich mir gerne mal näher ansehen...

Was tun Wissenschaftler?

Was tun Künstler?

Was tun Genies?


Wissenschaftler sind in erster Linie an der Erforschung von Phänomenen interessiert.
Naturwissenschaftler untersuchen chemische, physikalische, biologische Zusammenhänge die in der Natur zu beobachten sind... Außerdem gibt es jede Menge andrer Wissenschaften
von Philosophie, Geschichte und Politik bis zu Sprachwissenschaften ... ect.
Selbst Musikwissenschaft ist ein Studienzweig, der eindeutig den Wissenschaften zugeordnet ist.

Es geht um die sachliche Untersuchung von Erscheinungen, bei der eine objektive Nüchternheit und Neutralität der Thematik gegenüber erforderlich ist. Was aber Begeisterung für die wissenschaftliche Arbeit trotzdem beinhaltet. Wie sonst sollte ein Wissenschaftler das Feuer aufbringen, sich so tief in die Forschung zu begeben?

Künstler sind Übersetzer seelisch-geistiger Inhalte. Es geht um intuitives Erfassen und verwandeln. Es wird Kontakt von Seele zu Seele hergestellt. Es werden Gefühlswelten geöffnet, und/oder geistiges Schauen, wobei aber das analytische Denken, welches in den Wissenschaften viel Raum hat, draußen bleibt... (Das Denken spielt allerdings eine Rolle bei der Erarbeitung, also vor dem künstlerischen Event).

Das Genie ist schöpferisch und beiden Seiten geöffnet. Grundlage für Erschaffung ist Wissen um Zusammenhänge. Darüber hinaus hat der schöpferische Geist Zugang zur Quelle aller Schöpfung. Und kann mit Hilfe der eroberten Strukturen (als Grundlage) zu Entdeckungen oder Neuschöpfungen kommen.

Mozart hat bereits als Vierjähriger ernstzunehmende Kompositionen hergestellt... da war er noch kein Mitglied der Freimaurer und keine erwachsene Persönlichkeit... aber er hat bereits Struktur kapiert, in die Geist sich ergießen kann. Die Violinschule, die sein Vater geschrieben hat, gibt Aufschluss darüber, wie wichtig diesem Mann eine solide Ausbildung war. Leopold Mozart verabscheute Dilletantismus. Und ich schließe daraus, dass W.A. Mozarts Ausbildung, die er bei seinem Vater begann, auf Fundamenten der Klarheit von Struktur gründete- nebst hochwertigen Musikeindrücken von Geburt an...

Bach hat in seiner Jugend Stapel von Noten andrer Komponisten abgeschrieben und dabei Struktur studiert...

Diese berühmtesten Musikgenies haben also keineswegs nur aus dem Himmel empfangen, sondern die Gesetzmäßigkeiten des Materials genau erarbeitet und gekannt, mit dem sie umgingen.

Picasso, als besonders berühmter Maler, hat jahrelang sehr photographisch präzise gezeichnet und gemalt, bevor er immer eigenwilliger im Stil wurde und sein Genie voll entfaltete...

Es gibt freilich auch Genies der Naturwissenschaft, die keine Künstler sind... aber einen offenen Geist besitzen.

Einstein gehört zu denjenigen, die beides gepflegt haben, die künstlerische Seite und die naturwissenschaftliche. Musikalisch war er Interpret, wissenschaftlich (und menschlich)Genie...

Soviel fällt mir vorerst dazu ein...


http://www.youtube.com/watch?v=2QqZEW4Js8c

Saraswati

Saraswati


Beiträge: 881

18.11.2007 10:06

RE: Künstler, Wissenschaftler, Genie Zitat · antworten

Wissenschaftlich orientierte Menschen sind mehr in der linken Gehirnhälfte aktiv,

Künstler mehr in der irrationalen rechten Hemisphäre.

Solange jeder meint, die eigene Wahrnehmung sei besser,
werden diese Typen einander gegenseitig fremd bleiben.

Ob ein Genie die Ausgeglichenheit von rechts und links verwirklicht hat?
Jedenfalls ist das ganzheitliche Wahrnehmen nicht einseitig.

Saraswati

Roksi
Admin

Beiträge: 2.137

19.11.2007 10:29

RE: Künstler, Wissenschaftler, Genie Zitat · antworten

Huch Saraswati,

Danke Dir für Deine Antworten. Sehr wertvoll. Ich werde noch darauf eingehen. Ich habe allerdings noch keinen vollständigen Gedanken dazu.

Lieben Gruß



Roksi ..........................................................TM 003

Das Grosse Tier

20.11.2007 02:03

RE: Künstler, Wissenschaftler, Genie Zitat · antworten
soll die rechte Seite (ich meine nicht nur die Hirnhälfte),also rechts nicht mit Spiritualität zu tun haben,oder sie in einer Art verkörpern,wärend links das materielle verköpert?



edit:
dazu fällt mir noch folgendes ein,was ich im Telephatiethread schrieb:
die Hürde mag auch in der Erziehung liegen,ich rechne sie aber mehr dem Verstand zu.je mehr ein Mensch verstandsbezogen ist um so weniger hört er auf seine innere Stimme,sondern auf den Verstand.

links der Verstand und rechts die innere Stimme
Roksi
Admin

Beiträge: 2.137

20.11.2007 11:49

RE: Künstler, Wissenschaftler, Genie Zitat · antworten

Also ich versuche jetzt, mein Bild zu geben und die beiden zu synchronisieren: also den Wissenschaftler und den Künstler.


Wissenschaftler und Künstler haben eigentlich m. E. n. ZWEI Betätigungsfelder, wo ich sagen würde, dass sie dort die Übereinstimmung finden.

Betätigungsfeld Nr. 1.

Ein Künstler, der NEUES STÜCK (Gemälde, Musik, etc.) schafft, unterscheidet sich vom Künstler, der im bereits bekannten Gebiet arbeitet. Ein Künstler kann ja auch etwas produzieren, was von der IDEE her schon bekannt ist. Sprich z. B. die Stilrichtung der Malerei ist bekannt und man malt in dieser Richtung. Also INNERHALB der Richtung.

Parallel dazu arbeitet z. B. ein Wissenschaftler auf dem Gebiet, welches auch bereits entdeckt wurde. Er betätigt sich praktisch im bekannten bestimmten Feld und produziert INNERHALB dessen einige „neue“ Sachen. Oder er perfektioniert/ändert/sucht.


Diese beiden könnte ich hier synchronisieren. Der Künstler aus dem obigen Beispiel spielt die Stücke der bekannten Künstler und durch die eigene Individualität verändert diese. Der Wissenschaftler im obigen Beispiel perfektioniert/ändert usw. bestimmte Aspekte auch innerhalb des bereits entdeckten Gebietes.



Und jetzt betrachte ich die zweite, m. E. n. noch interessantere Möglichkeit der Synchronisation.

Betätigungsfeld Nr. 2.


Die beiden: Künstler und Wissenschaftler erschaffen etwas NEUES. Sprich der Künstler z. B. erschafft einen neuen Stil in der Malerei und der Wissenschaftler entdeckt nicht nur eine Formel innerhalb eines Gebietes, sondern er entdeckt entweder ein komplett neuen Aspekt in der Wissenschaft oder er widerlegt einen Aspekt in der Wissenschaft, also von der Wurzel aus.


Zuerst betrachte ich die zwei Felder.

Mir fällt auf, dass Betätigungsfeld Nr. 1 ein Charakteristikum trägt, welches der Nr. 2 nicht eigen ist. In der Nr. 1 wird nämlich INDIVIDUUM verlangt, denke ich. Wenn man INNERHALB eines Aspektes werkelt. Egal, ob Künstler oder Wissenschaftler.

Und in der Nr. 2 wird KEIN INDIVIDUUM verlangt. Nein. Da passiert etwas Anderes. In diesem zweiten Fall entsteht etwas NEUES. Sowohl von der Seite eines Wissenschaftlers, als auch von der Seite eines Künstlers.

Was ist das für ein Zugang, welcher erlaubt, etwas Neues zu ENT-decken?

Ich frage direkt:

Wie bekommt der Mensch diesen Zugang?

Wenn der Mensch diesen Zugang hat, dann, denke ich, ist es eine Art Möglichkeit, die Tätigkeit des Schöpfers sehr nach nachzuvollziehen. Wobei aber bedacht werden muss, dass die Geschöpfe gleichwertig sind und eigentlich JEDER die Möglichkeit hat, etwas zu entdecken. Nur seltsamer Weise zweifeln wir irgendwie daran.

Warum haben wir, Menschen, Zweifel? Oder warum sind wie oft einfach „faul“?

Der Antwort liegt direkt im Ausdruck des physischen Körpers. Manche Körper sind „begabter“ als andere. Manche können hervorragende Sportler sein, manche können hervorragende Denker sein. Eigentlich sollte es logisch sein, dass jeder in sich selbst die (versteckte?) Veranlagung hat, ALLES machen zu können. Diese Vermutung bleibt jetzt eine Vermutung. Denn dazu kommt, dass Menschen auch noch Krankheiten haben und aus diesem Grund Vieles nicht machen können. Parallel dazu entsteht der Gedanke, dass in jedem auch noch die Veranlagung enthalten sein muss, die vollkommene Gesundheit genießen zu können.

Wie komme ich als Mensch an diese „Veranlagungen“ ran? Vorausgesetzt ich gehe davon aus, dass es diese gibt? Ist jeder Mensch im Stande, sowohl sich künstlerisch, als auch wissenschaftlich betätigen zu können?



Roksi ..........................................................TM 003

Roksi
Admin

Beiträge: 2.137

20.11.2007 11:53

RE: Künstler, Wissenschaftler, Genie Zitat · antworten

Die andere Frage ist:

Wie entsteht etwas Neues? Der Künstler und Wissenschaftler drücken dieses Neue durch ihre Arbeit aus. Am Ende haben wir Worte / Zeichen. Also SYMBOLIK, mit welcher dieser Ausdruck VERMITTELT wird.

Wie ist der Weg zum Neuen? Also bekannt ist Folgendes: Zuerst kommt die IDEE und wird in Form vom Gedanken dem Menschen beschrieben. Danach wird es symbolisch übermittelt.



Roksi ..........................................................TM 003

Saraswati


Beiträge: 881

20.11.2007 15:27

RE: Künstler, Wissenschaftler, Genie Zitat · antworten
Zitat von Roksenia
Wie komme ich als Mensch an diese „Veranlagungen“ ran? Vorausgesetzt ich gehe davon aus, dass es diese gibt? Ist jeder Mensch im Stande, sowohl sich künstlerisch, als auch wissenschaftlich betätigen zu können?



Der Sohn eines Violinfabrikanten, Sinichi Suzuki, hatte die Idee der sogenannten "Muttersprachenmethode" für die Entwicklung von Musikalität. Er sagte: Jeder Mensch lernt sprechen, weil er mit dem Klang der Sprache aufwächst. Also müsste auch jeder Musik erlernen, wenn von Anfang des Lebens musikalische Eindrücke geboten werden, die sich immer wiederholen. Er bespielte Kassetten mit einer Folge von Kinderliedern, technisch gut im Aufbau durchdacht. Diese Kassette wird den Kleinkindern täglich vorgespielt. Außerdem erhalten sie ab dem Alter von 3-4 Jahren einmal pro Woche Einzelunterricht und ein Mal pro Woche Gruppenunterricht auf der Geige. (Gibt es längst auch für alle möglichen Instrumente, aber so fing es an...)Die Mutter soll beim Üben immer dabei sein und positiv begleiten...

Wie das Video zeigt, gelang sein Experiment. http://www.youtube.com/watch?v=0daBYL7itvw

Aber wieviele dieser Kinder zur künstlerischen Reife kamen und was dafür erforderlich ist, müsste extra hinterfragt werden. Die Geigenfabrik hat auf jeden Fall tolle Geschäfte gemacht .
Trotz der hier militärisch wirkenden Massenzucht schätze ich Suzuki sehr, denn er hat für das Unterrichten hervorragende Maßstäbe gesetzt: "Erziehung ist Liebe" heißt sein Leitfaden für Lehrer aus dem ich viel gelernt habe...



Da wird allerdings auch das Thema Manipulation stark berührt. Was ist überhaupt Erziehung, wie werden unsre Gehirne geprägt und was machen wir dann draus...

Oder so:
http://www.youtube.com/watch?v=trqaDQkQqco

Saraswati

Saraswati


Beiträge: 881

21.11.2007 12:30

RE: Künstler, Wissenschaftler, Genie Zitat · antworten
Du hast da so viele Fragen und Lösungswege aufgeworfen, Roksi...
Mir fällt viel dazu ein
finde es aber nicht leicht zu sortieren...

Die Erziehung und Strukturlegung durch gezielte Beeinflussung und Nutzung des Nachahmungstriebes... so wie das in diesem "Talenterziehungsinstitut" erforscht und angewandt wurde...

Dadurch wird ein Mensch zunächst mal fähig grundlegend "Fähigkeiten" zu entwicklen.
Mit vorgegebenem Material auf vorgegebene Weise umgehen.
Interpret sein. Gilt auch für Wissenschaftler, die Arbeitsmethoden erlernen und sie benutzen.
Was ich noch nicht sagte... die Suzuki-Methode betreffend:
Die Kinder üben Reaktionsfähigkeit, empathisches Verhalten,
lernen Haikus zu dichten (Kreativität nach Regeln)
und werden positiv verstärkt, anstatt getadelt (Selbstvertrauen)

Wie individuell ist das Verhalten nach Manipulation?
Bekommen "gut" erzogene Menschen überhaupt die Chance auf sich selbst wirklich zu hören?
Kommt es überhaupt zu echter Individualität?
Wie schwer hat es ein "gut gepflegter" Mensch, sich freizuschütteln von den Normen,
wenn das Leiden daran so unauffällig harmlos gekleidet ist?
Wenn gar Erfolg und Liebe, die sich angenehm anfühlen, an die Fremdbestimmung geknüpft sind?

Ist nicht das schöpferische Verhalten das wahrhaft individuelle?

Saraswati

Astroharry


Beiträge: 119

08.02.2008 15:20

RE: Künstler, Wissenschaftler, Genie Zitat · antworten
Im Laufe meines Lebens, das ich als denkendes Wesen durchlaufen habe, habe ich mir diese Fragen auch schon einmal gestellt.

Ich kam im Laufe meines Lebens zur Überzeugung, dass wir wiedergeboren werden. Dabei erschien mir die mit der Evolution am Besten übereinstimmende Theorie der Wiedergeburt zu sein, dass wir die erworbenen Fähigkeiten und Erfahrungen mit in die jenseitige Welt nehmen und als Begabung und persönliche Disposition wieder bei der nächsten Geburt mitbringen und entfalten.

So kann man Begabung erklären. Mozart war schon einmal ein glänzender Musiker in einem vorhergehenden Leben und das hat er mitgebracht.
Insofern wundert es mich keineswegs, dass so viele Mütter und Väter mit ihren Kindern scheitern, wenn sie davon ausgehen, dass man ein Genie durch Erziehung oder Drill "machen" kann. Man kann keine Genies züchten, sie werden geboren. Und wenn ein begabter Mensch oder ein Genie auf dieser Welt geboren wird, dann braucht er keine "Erziehung" er hat alles schon mitgebracht.
Ein Beispiel ist Elen Gramond. Sie erlernte erst spät das Klavierspiel und erlangte binnen 3 Jahren Konzertreife!
Sie hatte nicht das Glück in eine Musikerfamilie geboren zu werden und ist heute eine gefeierte Künstlerin.

Was macht ein Genie aus. Ja ich glaube, dass ein Genius Einblick in eine uns verborgene Dimmension hat. Und daraus kann dann geschöpft werden. Ob Wissenschaftler oder Künstler, wenn eine geniale Leistung erbracht ist, dann ist es WAHRHEIT. Das heißt eine höhere Wahrheit zu der nur der Genius Zugang hat. Alle genialen Komponisten konnten ihre Musik hören, sie war also schon da, bevor sie zu uns herunterkam. So ist das auch mit genialen Wissenschaftlern. Gauß konnte als junger Mensch mathematische Probleme lösen ohne je unterrichtet worden zu sein, er sagte zu seinem erstaunten Lehrer, dass die Lösungen zu ihm kämen, wenn er darüber nachdenke.

Natürlich kann kein genialer Musiker gleichzeitig geniale Mathematik treiben. Das erkläre ich mir so. Wenn man über ein Thema intensiv nachdenkt, dann kommt man automatisch in Kontakt mit Intelligenzen, welche hierfür Lösungen bereit halten. D.h. wir werden hier angeleitet durch Genien, auch Engel genannt. Jeder Mensch ist umgeben von zahllosen dieser Genien und je höher wir unser Bewußtsein heben können und je mehr Energie wir in unsere Tätigkeit stecken umso mehr schaffen wir den Kontakt zu höher stehenden Genien. Das geschieht alleine durch unser Bemühen. Und wir ziehen exakt das an, was wir selbsr aussenden, daher wird ehrliches Bemühen auch davon gekrönt, einen wahren und hochstehenden Genius anzuziehen. Das geschieht alleine dadurch, dass wir uns selbst, unsere ganze Energie und unsere Mühe opfern. (Ich komme noch auf dieses "Opfer" zurück) So hatte Mozart Kontakt zu seinem musikalischen Genius und Einstein zu seinem. Darum kann ein Genie immer nur das hervorbringen wo es Kontakt zu seinen Genien schaffen konnte. Bei Mozart scheint es, wenn man sein Leben betrachtet, dass sein Genius schon so stark Besitz von ihm ergriffen hatte, dass er ein selbständiges Leben führte. Man bekommt diesen Eindruck, wenn man sieht wie er lebte sehr deutlich.

Woher kommt die Energie für die Schöpferische Leistung? Sie wird aus der Lebensenergie geschöpft. Das kann ein Genie während des Schaffens so sehr in anspruch nehmen, dass er während dieser Zeit auch sexuell völlig enthaltsam lebt. Alle Energie wird durch den Schöpfungsakt aufgesogen. Es ist dies also keine Willensleistung, sondern entsteht ganz natürlich. Der Energiefluss ist komplett umgedreht worden. Die Lebensenergie fleißt nicht mehr nach unten, sondern nach oben. Ist der Schöpfungsakt beendet, dann führt das Genie ein normales Leben und ist dann auch wie wir, ein durchschnittlicher Mensch mit seinem Liebesleben und den alltäglichen Sorgen. Oft geschieht es auch, dass während des normalen Lebens der Genius immer wieder besitz von einem Genie ergreift und Botschaften, Ideeen sendet.
Das ist auch die Bedeutung der Matapher vom Brudermord. Kain brachte ein Opfer, aber der Rauch stieg nicht nach oben, sondern nach unten. Abel hingegen war ein Genie. Der Rauch seines Lebensfeuers stieg nach oben. Abel opferte das Leben seiner Tiere, die in ihm wohnten, also seine vitalen Energien. Eine ganz ähnliche Interpretation kann man im Sohar nachlesen. Der Sohar ist eines der bedeutendsten Werke der Kabbala und bildet ein Kommentarwerk zu den fünf Büchern Moses.

Das ist jedenfalls meine bescheidene Meinung dazu.

Gruß Willibald




Roksi
Admin

Beiträge: 2.137

08.02.2008 15:43

RE: Künstler, Wissenschaftler, Genie Zitat · antworten

Zitat von Astroharry
Ich kam im Laufe meines Lebens zur Überzeugung, dass wir wiedergeboren werden. Dabei erschien mir die mit der Evolution am Besten übereinstimmende Theorie der Wiedergeburt zu sein, dass wir die erworbenen Fähigkeiten und Erfahrungen mit in die jenseitige Welt nehmen und als Begabung und persönliche Disposition wieder bei der nächsten Geburt mitbringen und entfalten.
Mir kam gerade der Gedanke, dass dieses "Speichern" der Fähigkeiten unter anderem dafür verantwortlich sein kann, dass die Menschheit überhaupt "Fortschritt" sozusagen betreibt. Sprich bleibt nicht an einer Stelle in ihrer Entwicklung stehen. Ist auch logisch. Wenn die Fähigkeiten für die Wiedergeburt gespeichert werden, dann hat man im nächsten Leben eine Zeitspanne zur Verfügung, diese weiterentwickeln / aufpolieren zu können.



Roksi ..........................................................TM 003

Astroharry


Beiträge: 119

08.02.2008 15:46

RE: Künstler, Wissenschaftler, Genie Zitat · antworten
Ja, das ist wie eine frohe Botschaft. Nichts geht verloren, durch den Tod, wir geben es ab und bekommen es wieder. Jede Mühe, jede Anstrengung ist wie eine Ersparnis. Wir entfalten uns mit jedem kleinen Opfer immer weiter. Ist das nicht ein Ansporn? und befriedigt es nicht auch unseren Gerechtigkeitssinn? Ich bekam durch vielerlei Menschen eine Bestätigung dieser Anschauung.

Sieh dir nur an wieviele Begabungen geboren werden. Das Niveau steigt ständig ...

Roksi
Admin

Beiträge: 2.137

08.02.2008 15:51

RE: Künstler, Wissenschaftler, Genie Zitat · antworten
Ansporn? *lach* Ich weiss nicht.

Also irgendwie bin ich echt nicht scharf darauf, weiterhin zu inkarnieren. Wenn schon - dann muss es etwas ganz Neues sein, was ich mir nicht vorstellen kann. Aber mit dieser Art zu leben bin ich momentan sozusagen fertig.

Inkarnation akzeptiere ich allerdings bedingungslos (was bleibt mir ja auch als Seele noch übrig, wenn ich dies wohl selbst geschaffen habe?)

Viel mehr stelle ich mir die Frage, wie bewußt ich wohl wiedergeboren werde. Wenn man das, was man sozusagen bewußt in diesem Leben gesammelt hat, wieder mitnimmt, dann sollte man sich doch daran erinnern. Na ja, die Sachen zum Lernen vielleicht tauchen dann auf, wenn sie zum Lernen eben gebraucht werden. Aber der Zustand des Bewußt-Seins sollte doch vielleicht direkt mitgenommen werden, oder? (na ja, eine unglückliche Formulierung - Zustand kann man nicht "mitnehmen".)



Roksi ..........................................................TM 003

Astroharry


Beiträge: 119

08.02.2008 16:01

RE: Künstler, Wissenschaftler, Genie Zitat · antworten
Wenn Du dein Gedächtnis so trainieren würdes, wie wir unseren Intellekt in der Schule trainieren, dann kämest du eines Tages dahin, dass Du dich erinnerst ...
Es ist auch eine Frage des Bewußtseins. John Olford erinnert sich sehr wohl an seine früheren Existenzen, auch E.Haich konnte das und S.Yesudian. Ich traf eine Österreicherin, die sich ebenfalls erinnert. Und eine gute Freundin von mir ebenfalls, aber nur in Szenen und schwach, jedenfalls weis sie was sie einmal war...
Was ist denn Begabung anderes als ein sich erinnern? Und warum wird der eine zum Alkoholiker und ein anderer nicht? alles Erfahrung in früheren Existenzen!

Deine Skepsis, diesem Leben gegenüber halte ich für eine große innere Reife. Du bist schon bereit für ein "Anderes Leben". Du bist vermutlich schon eine Einsidlerin geworden.

Wenn Du Franklin Merrel-Wulf liest, dann ist Erleuchtung ein Zustand, wo beides Möglich ist. Leben oder Sterben, es macht keinen Unterschied und unterbricht die Existenz und das individuelle Bewußtsein nicht. Das ist schon verwunderlich und man kann lange darüber nachdenken. Schau Dir auch mal das Interview mit Gopi Krishna an, das ich an das ende der "Was ist Licht" Diskussion stellte.

Was macht dich denn so skeptisch, diesem Leben gegenüber?

Caya


Beiträge: 277

08.02.2008 16:04

RE: Künstler, Wissenschaftler, Genie Zitat · antworten

Genauso, Astroharry

Nichts ist um sonst
wobei wir wieder in der Matrix wären...

Und zu den Potentialitäten in den Menschen:

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen sich in ihren Blockierungen unterscheiden
vorallem. Dort wo Menschen zu sind, da verkümmert eine Potenz.

Ich weiss, wie banal das klingt
aber wenn man das weiterdenkt, kommt man zu dem Schluss, dass alle Menschen grundlegend genial sind.

Dass wir nur dann oder dort nicht genial sein können,
wo wir uns minderwertig fühlen und abblocken...und zwar auch ganz körperlich.
Dort wo wir anscheinend keine Verbindung haben
(zB linke und rechte Gehirnhälfte) und deshalb glauben, es gäbe keine...oder wir könnten keine Brücke bauen.

Aber das ist es ja,
es gibt immer eine Verbindung...und die führt zu einer Öffnung oder Ausweitung.

Wohin dieser Gedanke in der Wirklichkeit führt, kann man sich vorstellen.

Ich wünsche es mir....solch eine Welt
denn ich sehe das Genius in den Menschen.



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