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Grenzen-Wissenschaften

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Dieses Thema hat 21 Antworten
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 Bewußtsein
Seiten 1 | 2
Astroharry Offline



Beiträge: 119

08.02.2008 16:07
#16 RE: Künstler, Wissenschaftler, Genie Zitat · antworten

Danke für eure Beiträge. wir sind uns im wesentlichen einig und schwimmen scheinbar auf einer Welle.

Ich muss weg.

Bis bald

Herzliche Grüße
Willibald

Roksi Offline

Admin


Beiträge: 2.137

08.02.2008 16:18
#17 RE: Künstler, Wissenschaftler, Genie Zitat · antworten

Skepsis ist es nicht gerade, Astroharry.

Sondern eher die Entfaltungs-Möglichkeit, welche in der modernen Industriewelt, wie ich diese bis vor ca. 3 Jahren kannte, einfach nicht geboten ist. Denn die Entfaltung in der modernen Gesellschaft interessiert mich nicht mehr. Die Karriere ist für mich irrelevant geworden. Die materiellen Güter auch. Was für mich wichtig ist - ist der Raum, wo ich ungestört sein darf, sowohl körperlich, als auch gedanklich, als auch gefühlsmäßig. Die Welt um mich herum in der gewohnten "fortschrittlich-modernen" Perspektive hat ihre Attraktivität verloren.

Mein Bestreben richtet sich ziemlich geradlinig auf das komplette Rausgehen aus der materiellen Form. Ich habe eine ziemlich starke Vorstellung in den letzen 1,5 Jahren gewonnen, dass wenn ich (endlich) gehen darf, dann werde ich in die Natur gehen (irgendwohin, wo es keine Menschen gibt) und dort werde ich entweder meinen Körper verlassen oder vielleicht (wenn ich geübt habe) den Körper aufbewahren und stattdessen reisen. Allerdings wäre die zweite Möglichkeit mit viel Arbeit an mir selbst verbunden. Das bewußte Verlassen dieser Welt beim Sterben ist schon Mal sehr spannend und erscheint mir als sehr attraktiv zu sein.

Aber mein Hauptanliegen in der Gegenwart liegt in der Entfaltung. Diese Sehnsucht nach Entfaltung ist leider nur mit Intellekt nicht zu bewerkstelligen. Daher muss ich zuerst lernen, dass das, was ich im Moment habe, einfach Mal zu lieben und zu achten gibt. Ist übrigens sehr schwer, so etwas zu akzeptieren.



Roksi ..........................................................TM 003

Astroharry Offline



Beiträge: 119

11.02.2008 15:20
#18 RE: Künstler, Wissenschaftler, Genie Zitat · antworten
Die Entfaltungsmöglichkeit für ein Individuum war noch nie so groß wie heute in einer Industriegesellschaft, in der die elementaren Bedürfnisse gestillt sind. Noch vor 100 Jahren gab es die Leibeigenschaft und man mußte sich sogar bei Verwandtschaftsbesuchen an der zuständigen Behörde an und abmelden. Soetwas war genehmigungspflichtig. Dagegen leben wir heute wie im Paradies.
Du mußt keine Karriere machen, wenn du es nicht willst.
Schade, dass Du aus deiner "Form" raus möchtest, denn es scheint mir, dass Du ganz gut in Form bist.
Aber Du scheinst nicht glücklich zu sein. Na gut, wer ist schon glücklich.

Bist Du sicher, dass Du nach dem Ableben dort bist, wohin Du möchtest? Das körperliche Leben scheint mir die Bewußtseinsform zu sein, die alle Lebewesen anstreben. Wie könnte es sonst sein, dass aus jeder Ritze Leben quillt und sei es noch so sinnlos.
Für die Natur scheint kein Leben wirklich sinnlos zu sein.

Ich denke dass Du in diese Leben hineingeboren wurdest, weil es dir in einer himmlischen Welt zu langweilig war. Du warst, wie man sieht, ein schöner, aber gelangweilter Engel der andauernd auf die Erde sah und da hat der Liebe Gott sich gedacht, na gut, sie wird schon sehen, was sie davon hat, ich lasse sie mal runter.

Und nun möchtest Du wohl gerne wieder zurück, schade ... bleib doch noch ein wenig

Den Körper verläßt du doch jede Nacht, wenn Du einschläfst, Du bemerkst es nur nicht. Es ist, wie ich denke, eine Frage des Bewußtseins.
Nein der Intellekt ist nicht das Mittel, um sich aus diesem Körper zu befreien, sondern das Bewußtsein gilt es zu schulen. Versuch es doch mal mit der buddhistischen Methode. Tue alles bewußt und meditiere täglich, dann wird sich deine Eremitage, in die Du dich zurückgezogen hast, eines Tages einen Spalt weit öffnen. Aber es ist keine leichte Angelegenheit und bedarf der Mühe. Man kann dadurch bis an die Grenze des Jordans gelangen. Dann kannst Du sterben obgleich Du noch in einem gesunden Leib bist. Davon sprechen die Alchemisten und Rosenkreuzer. Es gibt viele Tode, die wir sterben können, wenn wir uns auf den Weg machen. Du hast anscheinend davor keine Furcht mehr und das ist wohl die Voraussetzung. Wenn Du medtierst, sagt Jakob Böhme, dann tue es so als ob deine letzte Stunde geschlagen hätte. Ich kenne das.

Ja, es gilt das was man hat und tut zu achten und alles was man tut, so gut als Möglich zu tun, nicht um etwas zu erreichen oder Karriere zu machen, sondern um sich selbst zu ändern. Auch das ist jedesmal ein kleiner Tod, den man sterben darf.

Matthäus Kap.3
1. Zu der Zeit kam Johannes der Täufer und predigte in der Wüste des jüdischen Landes
2. und sprach: Tut Buße; das Himmelreich ist nahe herbeikommen!
3. Und er ist der, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat und gesprochen: Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet dem HErrn den Weg und machet richtig seine Steige!
4. Er aber, Johannes, hatte ein Kleid von Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden; seine Speise aber war Heuschrecken und wilder Honig.
5. Da ging zu ihm hinaus die Stadt Jerusalem und das ganze jüdische Land und alle Länder an dem Jordan
6. und ließen sich taufen von ihm im Jordan und bekannten ihre Sünden.
7. Da er nun viel Pharisäer und Sadduzäer sah zu seiner Taufe kommen, sprach er zu ihnen: Ihr Otterngezüchte, wer hat denn euch geweiset, daß ihr dem künfti-gen Zorn entrinnen werdet?
8. Sehet zu, tut rechtschaffene Früchte der Buße!
9. Denket nur nicht, daß ihr bei euch wollt sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Ich sage euch: GOtt vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken.
10. Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt. Darum, welcher Baum nicht gute Früchte bringet, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.
11. Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker denn ich, dem ich auch nicht genugsam bin, seine Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.
12. Und er hat seine Worfschaufel in der Hand; er wird seine Tenne fegen und den Weizen in seine Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit ewigem Feuer

Gruß willibald

Roksi Offline

Admin


Beiträge: 2.137

11.02.2008 15:49
#19 RE: Künstler, Wissenschaftler, Genie Zitat · antworten

Das, worum es mir geht, ist die Änderung. (Wie Du im letzten Absatz geschrieben hast - sich selbst zu ändern).

Diese Änderung empfinde ich als Enfaltungsmöglichkeit. Und es ist nun Mal so, dass mir diese Entfaltungsmöglichkeit im Moment fehlt.

Was nach dem Tod kommt, weiss ich nicht. Es wird vielleicht eine Art "Änderung" sein. Und ich wünsche mir natürlich nicht den Tod. Wozu? Wenn ich nicht weiss, was danach kommt, dann kann ich den auch nicht wünschen - das ist logisch. Sondern ich betrachte den Tod heute als eine Art "Tür", durch welche man entweder rausgeht oder umgekehrt irgendwohin reinkommt (oder Beides). Ich werde es noch rechtzeitig erfahren, was genau es ist.

Zur Angst: die Furcht vor dem Tod habe ich komplett verloren - das stimmt. Dieses "Sicherheitsmechanismus", welches den Menschen dazu bringt, etwas oft zu machen, was er nicht will, habe ich in mir abgeschaltet. (Dafür habe ich andere Mechanismen, aber das ist jetzt nicht das Thema).

Im Endeffekt suche ich heute nicht nach einer "Technik", welche in verschiedenen Religionen z. B. geboten werden, sondern ich suche nach mir selbst. In mir selbst. Und dadurch, dass ich unzufrieden bin, kann man erkennen, dass ich das (noch) nicht gefunden habe.



Roksi ..........................................................TM 003

Astroharry Offline



Beiträge: 119

11.02.2008 16:13
#20 RE: Künstler, Wissenschaftler, Genie Zitat · antworten
kann natürlich nichts empfehlen, aber ich sehe für dich eine große Chance in der Meditation. Zen oder Yoga.
http://www.amazon.de/Raja-Yoga-k%C3%B6ni...h/dp/3894273879
Ich finde das Cover leider ziemlich affig. Ich habe noch eine ältere Ausgabe, die einen seriöseren Eindruck macht.
Darin wird wunderbar klar gemacht, worum es geht.
http://www.amazon.de/Das-%C3%9Cberselbst...2742527&sr=1-12
Habe ich auch gelesen. Ist auch ein guter Wegweiser.

Unzufriedenheit ist eine Form der Identifikation des "Selbst" mit einem Gefühl. Das gilt es durch Meditation bewußt zu machen und aufzulösen, so kannst Du für Zeiten immer wieder einen Zustand der Erfüllung und Befreiung herbeiführen, den es ständig zu wiederholen gilt, bis er sich verselbständigt. Wenn man einmal davon gekostet hat, will man immer wieder drot hin.

Das Selbst und das Ich unterscheiden sich lediglich durch ihre Identifikationen. Das ich ist durch diese angekettet, das Selbst nicht. Aber jede Identifikation entlehnt Bewußtsein und bindet es. Bewußtsein an und für sich ist ungebunden.
Bewußtsein und ICH sind Synnonyme. Also geht es darum mit Dir selbst eins zu werden eins zu sein. Jetzt, sofort!

Wenn es auch nur zum Teil gelingt, dann ist tiefes Glück und Befriedingung und Befreiung die Folge.

Es geschieht immer dann automatisch, wenn ein Wunsch befriedigt wird. Aber jeder Wunsch schlägt ein Loch in unsere Seele, denn er zeigt uns nur das, was wir NICHT haben oder nicht sind. Also ein Loch. Wenn diese Gebundenheit des Wünschens durch die Erfüllung eines Wunsches aufgelöst wird, dann entstheht Glück.
Man kann dieses Glück aber aich dadurch herbeiführen, in dem nan die Löcher füllt mit SEIN. Dann entsteht diese Glück ohne jede Wunschbefriedigung. Der Wunsch wurde momentan einfach aufgelöst. Natürlich entsteht er dann wieder, aber für den Moment ist Erfüllung erreicht.

Wenn es gelingt die Suche durch Da-Sein zu ersetzen ist es erreicht. Wie der Mann der Buddha nacheilte und je schneller er lief umso weiter enfernte sich der Buddha, aber als der Mann stehen blieb war er Da.
Ist leider etwas verzwickt, weil so simpel.
Es gibt ein Hilfsmittel, die Wiederholung des Mantrams "Ich bin, der ich bin"


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Astroharry Offline



Beiträge: 119

12.02.2008 09:01
#21 RE: Künstler, Wissenschaftler, Genie Zitat · antworten
Mußte noch etwas wichtiges ergänzen.

Unzufriedenheit, ich meine damit den unbezähmbaren Drang nach der Änderung des eigenen Wesens, ist m.E. der wichtigste Motor für eine spirituelle Entwicklung. Ich war mein ganzes Leben lang unzufrieden und unglücklich und nichts konnte mich in dieser Hinsicht befriedigen. Heute hat sich das ein kleinwenig geändert und erst die späte Begegnung mit einem Menschen, der mir im richtigen Augenblick begegnet ist, konnte mich davon überzeugt, dass dieses Leben besser ist als der Tod.

Roksi Offline

Admin


Beiträge: 2.137

12.02.2008 09:58
#22 RE: Künstler, Wissenschaftler, Genie Zitat · antworten

Zitat von Astroharry
Mußte noch etwas wichtiges ergänzen.

Unzufriedenheit, ich meine damit den unbezähmbaren Drang nach der Änderung des eigenen Wesens, ist m.E. der wichtigste Motor für eine spirituelle Entwicklung. Ich war mein ganzes Leben lang unzufrieden und unglücklich und nichts konnte mich in dieser Hinsicht befriedigen. Heute hat sich das ein kleinwenig geändert und erst die späte Begegnung mit einem Menschen, der mir im richtigen Augenblick begegnet ist, konnte mich davon überzeugt, dass dieses Leben besser ist als der Tod.


Da sind wir einer Meinung. Natürlich kann ich den Standpunkt "was besser ist - Tod oder das Leben" nicht vertreten, weil ich nicht weiss, was der Tod mit sich bringt, daher habe ich da keine "qualitative" Unterscheidung.



Roksi ..........................................................TM 003

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