Sie sind noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Grenzen-Wissenschaften

Uebersicht   Letzte Beiträge   Suche   Registrieren   Login   Kalender   Fotogalerie   FAQ
Willkommen
Bitte hier anmelden
Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 772 mal aufgerufen
Bei Antworten informieren
 Sprache Sortierung : Alte Beiträge zuerst
Roksi
Admin

Beiträge: 2.137

24.06.2008 09:23

Wirkung der Worte Zitat · antworten
Habe gerade über die Wirkung der Worte nachdenken müssen.

Ziemlich einfach, wenn man das neutral von der Seite betrachtet. Aber dafür viel zu oft verwickelt mitten im Leben.

Also. Die Worte können:

1. Null Wirkung im Gegenüber erzeugen (Aspekt der Gegenwart)

2. Manipulieren / Beeinflussen indem das Gegenüber als Beispiel entweder die Worte als Dogma annimmt oder umgekehrt dazu "nein" sagt. (Aspekt der Vergangenheit)

3. bestimmte Impulse auslösen (positive wie negative), welche erst im nachträglichen Handeln zu sehen sein werden. (Aspekt der Zukunft)



Roksi ..........................................................TM 003

green


Beiträge: 169

24.06.2008 20:04

RE: Wirkung der Worte Zitat · antworten
In Antwort auf:
1. Null Wirkung im Gegenüber erzeugen (Aspekt der Gegenwart)

...ooops, das liest sich aber bitter ....
zu 1.: Nach meinem Gefühl erzeugen Worte immer auch etwas in der Gegenwart.
Selbst die, die nicht verstanden werden, erreichen eine Reaktion, emotional und direkt.
Die Null-Wirkung scheint mir ziemlich ausgeschlossen, wie eigentlich bei allen Handlungen ...

zu 2.: der Aspekt der Vergangenheit scheint mir noch wesentlicher während der assoziativen Einordnung des Gehörten/Gelesenen zu wirken, wenn eine Überprüfunng, Bewertung und Einflechtung erfolgt, nämlich in Form eines Abgleichs mit bereits (vergangenem) Bekanntem. Tatsächlich laufen solche Prozesse aber häufig derart schnell ab, dass eine Zuordnung des Vorgangs kaum als Vergangenheit zu fassen ist. Erst eine nachträgliche Kontrolle ermöglich dann, diese Entscheidung ggf, zu revidieren.

zu 3.: was sind "negative Impulse" Deiner Ansicht nach?

in den resultierenden Impulsen sehe ich übrigens keine direkte Verbindung zu den Worten, sie sind vermutlich der Nachhall zu den manipulativen/beeinflussenden Eingriffen/Mitteilungen. Also keine Wirkung, sondern das Ergebnis eines Verarbeitungsprozesses.

PersönlichesZwischenFazit:
Null-Wirkung ist eine Illusion.
Manipulation findet statt durch Verzicht auf einen Abgleich mit eigenen Erfahrungen und Wahrnehmungen oder Plausibilitätschecks
Beeinflussung lässt diesen Abgleich zu, setzt aber von außen eine Prämisse auf das neu empfangene.
Impulse innerhalb dieses Konstrukts sind Folgen dieses Abgleichs/nicht-Abgleichs

Greenbonoboland

Lutz


Beiträge: 40

26.06.2008 20:37

RE: Wirkung der Worte Zitat · antworten

Hallo Roksi und green !

Wenn jeder Gedanke ( jedes gedankliche Bild ) schon eine
Suggestion ist und eigentlich jedes Wort, eine Übersetzung
für ein gedankliches Bild ist, dann ist auch jedes Wort eine
Suggestion. Das heißt jedes Wort steht für eine Ursache und
das auch ganz unbewusst, also ohne das wir uns darüber
Gedanken machen.

So gesehen ist es fast noch wichtiger, auf gesunde Gedanken
zu achten, 1. auf die eigenen und 2. auf das was wir von außen
aufnehmen, als auf gesunde Nahrung. Optimal wäre es, wenn sich
beides ergänzt.

Also das ist nur meine Meinung, in ein paar Worte eingefasst,
also lasst Euch nicht beeinflussen aber geht das noch ?

Die Gedanken sind da, das Bild ist da und die Worte sind
geschrieben und von Euch gelesen und ein bereits dargestelltes
Bild, ist die Ursache für das, was wir erleben, also für die Wirkung.

Und um so stärker, wenn Ihr um dieses Bild, Eure eigenen
Erfahrungen und Wissen und Gefühle einbinden könnt.

Gruß Lutz !

green


Beiträge: 169

30.06.2008 07:45

RE: Wirkung der Worte Zitat · antworten
...da musste ich ja mal kurz WIKI-Suggestion zu Rate ziehen. Lutz.

Die führen da den Begriff "Suggestibilität" ein, der etwa den Punkt betrifft, der mir auch in den Sinn kam: das Ausmaß der bewirkten Veränderung ist abhängig von der "Stabilität" und Aufnahmebereitschaft des Empfängers. Und von seiner Bewusstheit in diesem Zusammenhang wohl auch. So sehr ich die Idee, auf Worte und Gedanken zu achten, für einen sinnvollen Ansatz halte, die Gefahr der Suggestion ist keine pauschal besonders große.

Nicht alle Worte haben die gleiche Darstellungskraft, nicht alle Aussagen treffen auf Resonanz.
Und selbst demagogische Bemühungen sind nur von "Erfolg" gekrönt, wenn der Empfänger dies auch zulässt oder er keine Entschlüsselungsmethoden zur Verfügung hat.

In diesem Zusammenhang fällt mir die Brücke zur Offenheit auf:
in geistigen Umgebungen, die Offenheit gegenüber allem nahe legen, ist die Gefahr der Suggestion besonders groß, wenn die wesentlichen Instrumente der nicht-bewussten Handlungssteuerung, etwa Vertrauen, Intuition und herzliche Wahrnehmung, nicht adäquat ausgebildet sind oder ein inneres Selbstverständnis zu deren "Gebrauch" (noch) fehlt. Das erklärt vermutlich auch, warum gerade aufrichtig Suchende häufig in suggestive Fallen geraten ...

Mal etwas konkreter und von der "SenderSeite": ich befinde mich gerade in einem akuten Zustand der Verliebtheit, die Art, die mich von den Zehenspitzen bis zu den Haarwurzeln erfasst hat.
Meine Botschaften sind intensiv und klar (so nehme ich sie jedenfalls war), und ich muss trotzdem ständig Acht geben, Vermischungen mit Ego-Bestrebungen zu vermeiden, wenn ich die Freiheit meines Gegenüber nicht verletzen will und sein Wesen achten möchte (was ich will und wünsche, ich würde es Achtsamkeit nennen, was wohl eher ein Akt der Liebe als der Verliebtheit ist)
Ich übernehme also Verantwortung für meine Offenheit und die meines Gegenüber.
Entgleitet mir diese Verantwortung in Richtung Ego, beginne ich, manipulativ und letztlich lieblos zu werden.
Auch dann, wenn ich es "gut meine"...
Ich muss gestehen, das ist relativ neu für mich und nicht ganz so einfach, wie ich gehofft hatte ...
neu ist für mich vor allem, dass es mich selbst schmerzt, wenn ich manipulativ werde.
Aber auch sehr tröstlich, denn es zeigt mir, dass manipulative Anteile ortbar sind und daher vermeidbar.

Greenbonoboland

green


Beiträge: 169

30.06.2008 07:57

RE: Wirkung der Worte Zitat · antworten
Zitat von Roksi
1. Null Wirkung im Gegenüber erzeugen (Aspekt der Gegenwart)

...dazu hast Du mir noch etwas gesagt, und ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich es aufgenommen habe, denn es lag einigermaßen weit weg von meiner Interpretation:
meintest Du den Zustand, in dem eine Resonanz eh schon gegeben ist, bevor die Worte ausgesprochen werden?
Die Worte also nur ein Abbild einer bereits bestehenden Gemeinsamkeit bilden?
Sie eine Berührungsfläche zeigen anstatt sie zu formen?
Dann wäre Kommunikation quasi eine Art gemeinsamer Raumbildung, die Feststellung einer Übereinkunft.

Möglicherweise ein sehr weitreichender Aspekt, dem wir hier häufig zu wenig Beachtung schenken ....

Greenbonoboland

Roksi
Admin

Beiträge: 2.137

30.06.2008 09:51

RE: Wirkung der Worte Zitat · antworten

Zitat von green
Zitat von Roksi
1. Null Wirkung im Gegenüber erzeugen (Aspekt der Gegenwart)

...dazu hast Du mir noch etwas gesagt, und ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich es aufgenommen habe, denn es lag einigermaßen weit weg von meiner Interpretation:
meintest Du den Zustand, in dem eine Resonanz eh schon gegeben ist, bevor die Worte ausgesprochen werden?
Die Worte also nur ein Abbild einer bereits bestehenden Gemeinsamkeit bilden?
Sie eine Berührungsfläche zeigen anstatt sie zu formen?
Dann wäre Kommunikation quasi eine Art gemeinsamer Raumbildung, die Feststellung einer Übereinkunft.

Möglicherweise ein sehr weitreichender Aspekt, dem wir hier häufig zu wenig Beachtung schenken ....
Hm, ja. Würde ich insgesamt zustimmen.



Roksi ..........................................................TM 003

 Sprung  

Atlantis
greenbonoboland
Pyramide
Sphäre der Meditation





Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor