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Grenzen-Wissenschaften

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Dieses Thema hat 72 Antworten
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Wyrm Offline




Beiträge: 117

22.02.2008 16:56
#61 RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten
Zitat von green
Zitat von Philippe
durch ignoranz die zu gewalt führt.

ich vermute, Deine Hoffnung geht dahin, dass Information Ignoranz abbauen kann.
Ich gehe eher davon aus, dass diese Art von Information genau von der Wurzel des Übels ablenkt, und damit Ignoranz fördert.
Denn wenn wir Informationen erhalten, die nicht mit sinnlicher Bestätigung verknüpft werden können, entsteht kein Wissen.
Mit solchen Informationen wird der geneigte Rezipient tagtäglich überschüttet.
Nicht mit böser Absicht. Mit den besten Absichten.


Ufff... jetzt wirds wieder verheuchelt und zynisch..
am besten ist da, Du streichst Deine "guten" Absichten und entlässt, die die wollen, in die "Ignoranz".

Ist schon klar, dass man nicht hören will, wies den Nilbarbfisch-Fischern geht, wenn man so einen Fisch frisst.

Die Berichterstattung deshalb als Ignoranzfördernd kriminalisieren, weil man ja eh keine Tansanier kennt z.b.,
ist die Strategie um sich selbst vor sich selbst abzuputzen und vom Spiegel wegzuschauen..
um den eigenen Faschismus durch Ablenken aufrechtzuerhalten.


Philippe Offline




Beiträge: 127

22.02.2008 17:17
#62 RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten
Zitat von green
Zitat von Philippe
durch ignoranz die zu gewalt führt.

ich vermute, Deine Hoffnung geht dahin, dass Information Ignoranz abbauen kann.
Ich gehe eher davon aus, dass diese Art von Information genau von der Wurzel des Übels ablenkt, und damit Ignoranz fördert.
Denn wenn wir Informationen erhalten, die nicht mit sinnlicher Bestätigung verknüpft werden können, entsteht kein Wissen.
Mit solchen Informationen wird der geneigte Rezipient tagtäglich überschüttet.
Nicht mit böser Absicht. Mit den besten Absichten.




wenn wer von den wurzel ablenkt dann du green.
der seitenlang von einer information ablenkt

darum einen schönen
redfish
wiederum
intuektuelle turnübungen die niemandem wirklich nützen.

Anmerkung der Administration:
Weiterführende ablenkende Bemerkungen von Green sind diesbezüglich durch die Vergabe des redfishs entfernt worden
Auf Wunsch können der Übersicht halber auch alle vorherigen nicht direkt zum thema gehörenden Posting ebenfalls entfernt werden.


[Anmerkung von Roksi: In diesem Forum wird kein Redfisch vergeben. An dieser Stelle eine riesengroße Bitte an Philippe. Es ist ein Stempel und dieses Forum bietet keinen Platz für Stempel. Dass die Beiträge von Green (oder Teile daraus) rausgelöscht wurden, ist ein Fakt, welchen ich nicht rückgängig machen kann. Es ist während meiner Abwesenheitszeit passiert. Allen Beteiligten war klar (insbesondere in GBL habe ich das sehr klar und deutlich unterstrichen), dass während meiner Abwesenheit die Admin-Führung in Person von Saraswati und Sat Naam Vollmacht hat. In dieser Hinsicht bin ich mit der vergangenen Handlung zwar nicht einverstanden, weil ich mir selbst kein Bild über die gelöschte Information machten konnte. Hiermit fordere ich meine Admins und Moderatoren für die Zukunft auf, alles, was gelöscht wird, in einen unsichtbaren Admin-Bereich zur späteren Bearbeitung zu schieben. Vielen herzlichen Dank. Roksi]

philippe


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Saraswati Offline




Beiträge: 881

22.02.2008 21:01
#63 RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten

Das mit dem Krebs fand ich gut erkannt von Sat Naam.

Ich bilde mir nicht ein, mehr zu bewirken,
als ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Könnte aber mal ein Regen draus werden,
wenn mehr und mehr Leute durch den Schleier gucken.
(Obacht green, analoges Denken gefragt)

Ja, das Schnippeln...
für Einzelne ist sogar das Schnippeln sinnvoll.
Wir haben bisher für einige Familien Land zurückgekauft.
Is doch besser als gar nichts, oder?
Noch besser und gerechter wäre natürlich, sie bekämen ihr Land
vollständig und kostenlos und in gutem Zustand zurück...
Das hat aber unser einer nicht in den eigenen Möglichkeiten...

Letztlich geht es um Bewusstseinsbildung.
Und zu erkennen, dass wir als Lebewesen
auf der Erde alle miteinander zu tun haben,
ob wir das wissen oder nicht...

Saraswati

Wyrm Offline




Beiträge: 117

24.02.2008 10:18
#64 RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten
In Antwort auf:
Und egal was ich spende, das ändert nichts daran... notgedrungen finden Spenden beidseitige Annahme,
für die Betroffenen bleibts aber bei blankem Zynismus und Selbstentfremdung... auf beiden Seiten.

da muss ich dir teilweise recht geben.
natürlich bin ich, genaugenommen ein täter, alleine wenn ich mir den hintern abwische, mit papier.
nicht wahr.
jede/r
Das ist eine Suggestion um das ganze Aufrecht zu halten..
genau genommen sind wir alle Opfer der Bedingungen, was das betrifft.

Oder noch genauer: Träger (durch die Versachlichung), welche gesaugt werden,
eben keine Verursacher.

Ein Täter ist kommunikations-unfähig, bis ihm bewusst wird, dass er Täter ist,
um dann zu sehen, dass er es in Wirklichkeit nicht ist... bloss lässt es sich eben nicht überspringen.

Es ist wie ein Gefängnis, in das man reingeboren wird,
und dem Unschuldigen wird eingebläut, Täter zu sein,
um eine Annäherung/Kommunikation zwischen den Insassen zu verhindern.

Es ist eine Frage von Motivation.


Dummerweise lenkt die Auseinandersetzung mit dieser Thematik genau von dem Thema in diesem Thread ab,
allerdings finde ich nicht, dass diese Thematik eine Ablenkung per se ist.

Ich schlage deshalb vor, vielleicht einen Thread über Neokolonialismus zu öffnen,
und dorthin die Beiträge (auch meine) zu verschieben, die sich auf jenes beziehen..
und noch einen über die Manipulation durch Medien..
mal schaun was dabei rauskommt.

Wyrm Offline




Beiträge: 117

24.02.2008 10:28
#65 RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten
Zitat von Saraswati
Das mit dem Krebs fand ich gut erkannt von Sat Naam.

Ich bilde mir nicht ein, mehr zu bewirken,
als ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Könnte aber mal ein Regen draus werden,
wenn mehr und mehr Leute durch den Schleier gucken.
(Obacht green, analoges Denken gefragt)

Ja, das Schnippeln...
für Einzelne ist sogar das Schnippeln sinnvoll.
Wir haben bisher für einige Familien Land zurückgekauft.
Is doch besser als gar nichts, oder?
Noch besser und gerechter wäre natürlich, sie bekämen ihr Land
vollständig und kostenlos und in gutem Zustand zurück...
Das hat aber unser einer nicht in den eigenen Möglichkeiten...

Letztlich geht es um Bewusstseinsbildung.
Und zu erkennen, dass wir als Lebewesen
auf der Erde alle miteinander zu tun haben,
ob wir das wissen oder nicht...


*munter drauf los quatsche* *g*

Da gibts den Film der Guru, wo er eine Geschichte erzählt (also der Eddie Murphy ist da G)
und zwar über ein Mädchen das am Strand auf und ab rennt, wo ganz viele Seesterne angeschwemmt wurden,
durch das Gewitter.

Und jemand fragt, wozu machst Du das, das macht doch keinen Unterschied.

Und sie sagt: Für den Einen Seestern macht es einen Unterschied.


Befreiungs-Theologie... ich bin dafür


Philippe Offline




Beiträge: 127

24.02.2008 11:00
#66 RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten

Zitat von Wyrm
In Antwort auf:
Und egal was ich spende, das ändert nichts daran... notgedrungen finden Spenden beidseitige Annahme,
für die Betroffenen bleibts aber bei blankem Zynismus und Selbstentfremdung... auf beiden Seiten.

da muss ich dir teilweise recht geben.
natürlich bin ich, genaugenommen ein täter, alleine wenn ich mir den hintern abwische, mit papier.
nicht wahr.
jede/r
Das ist eine Suggestion um das ganze Aufrecht zu halten..
genau genommen sind wir alle Opfer der Bedingungen, was das betrifft.

Oder noch genauer: Träger (durch die Versachlichung), welche gesaugt werden,
eben keine Verursacher.

Ein Täter ist kommunikations-unfähig, bis ihm bewusst wird, dass er Täter ist,
um dann zu sehen, dass er es in Wirklichkeit nicht ist... bloss lässt es sich eben nicht überspringen.

Es ist wie ein Gefängnis, in das man reingeboren wird,
und dem Unschuldigen wird eingebläut, Täter zu sein,
um eine Annäherung/Kommunikation zwischen den Insassen zu verhindern.

Es ist eine Frage von Motivation.


Dummerweise lenkt die Auseinandersetzung mit dieser Thematik genau von dem Thema in diesem Thread ab,
allerdings finde ich nicht, dass diese Thematik eine Ablenkung per se ist.

Ich schlage deshalb vor, vielleicht einen Thread über Neokolonialismus zu öffnen,
und dorthin die Beiträge (auch meine) zu verschieben, die sich auf jenes beziehen..
und noch einen über die Manipulation durch Medien..
mal schaun was dabei rauskommt.




wirm ich finde deinen vorschlag gut einen thread über neokoloniaismus eröffnen.

ich möchte aber deine post nicht verschoben haben, da sie hinweise/Infos sind, was eine ursache des aussterbens von sprachen, durch gewalt heute sein kann.
meinen augen kann man ursache und wirkung nicht trennen.
wie denn auch.
auch betr. befreiungstheologie, und deren bekämpfung durch den vatikan, natürlich.
liebend gerne.

philippe


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Philippe Offline




Beiträge: 127

24.02.2008 11:29
#67 RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten
Zitat von Saraswati
Das mit dem Krebs fand ich gut erkannt von Sat Naam.

Ich bilde mir nicht ein, mehr zu bewirken,
als ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Könnte aber mal ein Regen draus werden,
wenn mehr und mehr Leute durch den Schleier gucken.
(Obacht green, analoges Denken gefragt)

Ja, das Schnippeln...
für Einzelne ist sogar das Schnippeln sinnvoll.
Wir haben bisher für einige Familien Land zurückgekauft.
Is doch besser als gar nichts, oder?
Noch besser und gerechter wäre natürlich, sie bekämen ihr Land
vollständig und kostenlos und in gutem Zustand zurück...
Das hat aber unser einer nicht in den eigenen Möglichkeiten...

Letztlich geht es um Bewusstseinsbildung.
Und zu erkennen, dass wir als Lebewesen
auf der Erde alle miteinander zu tun haben,
ob wir das wissen oder nicht...




ja, saraswati
ich würde liebendgerne deine erfahrungen mit der direkten hilfe, mit den wenigen werkzeugen die uns zur verfügung stehen, berichten würdest.
in eurem fall die musik.

das eine, ist sich intelektuell mit den ursachen und folgen der kolonialisierung und deren hintergründe zu beschäftigen.
die andere seite ist direkte hilfe zu leisten, genau wissend, dass sie der problematik nie gerecht werden kann.
letztlich sich engagieren an der basis des leid mindern und ergründung dessen ursache.

ein befreundeter arzt arbeitet schon seit jahren im amazonasgebiet.
andere befreundete ärzte in kalkutta, in den philipinischen müllhalden etc.
sie sind sich alle sehr bewusst, dass es nur ein kleines wundpflaster auf eine schrecklich grosse wunde ist. dass ihr angagement nicht ausreichend ist
dennoch sind sie dort anzutreffen, wo das elend am grössten ist.
durch ihre arbeit, verbunden mit informationsarbeit, ist es möglich der ausrottung von sprache/völker wie immer aus ökonomischen gründen, entgengen zu wirken.
letztlich leid zu lindern.
und zu versuchen,
zukünftiges leid, zu vermindern.


philippe


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Saraswati Offline




Beiträge: 881

25.02.2008 09:03
#68 RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten
Zitat von Philippe
ja, saraswati
ich würde liebendgerne deine erfahrungen mit der direkten hilfe, mit den wenigen werkzeugen die uns zur verfügung stehen, berichten würdest.
in eurem fall die musik.



Hab dir ja das Hintergrundmaterial per PN geschickt, Philippe.
Wer da mehr wissen möchte, bekommt Infos von mir.

Wir arbeiten mit einer Organisation zusammen,
die sich vor Ort um Landforderungen und Landsicherung
für indigene Einwohner kümmert.

Dass ich da mitmache hat nicht damit zu tun,
dass ich dringend irgendwo helfen wollte,
sondern das Projekt kam auf mich (synchronistisch) zu
und mein Herz hat sofort ja gesagt, ohne nachdenken.

Wir spielen nun seit 9 Monaten als Musikgruppe
und schon allein die Arbeitsweise untereinander
ist es wert, dass es geschieht.

Saraswati

Philippe Offline




Beiträge: 127

13.03.2008 13:15
#69 RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten

bei solchen bildern werde ich
sprachlos
immern noch
ich finde keine wörter mehr




der verzweifelte, ungleiche kampf der landlosen indios in amazonasgebiet brasiliens.


philippe


Der Microkredit
der grosses bewirkt
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Saraswati Offline




Beiträge: 881

27.04.2008 15:18
#70 RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten
Heute gelesen in der Einleitung des Buches "Spirit Song" von Mary Summer Rain,
eine Begebenheit um das Jahr 1900 in Nordamerika (Rocky Mountains)

Die Siedlung blieb 14 Jahre lang unverändert, bis die unvermeidlichen Übergriffe der weißen Gesellschaft auch diese Siedlung bedrohten. Sie lag zwar weit entfernt, aber nicht entfernt genug. Die Regierung des weißen Mannes schickte Abgesandte in die entlegene Siedlung. Die Indianerkinder mussten nun die Schulen des weißen Mannes besuchen. Die Kinder mussten die Sprache des weißen Mannes und seine Art zu leben lernen. Schließlich trafen die Vorhersagen ein. Schönes Wiesel war durch diese Veränderungen, die bei ihren Leuten stattfanden, verängstigt. Wie konnte sie ihr blindes Kind in die Schule des weißen Mannes schicken? Was wussten die, was Leuchtende Augen nicht schon wusste? Schönes Wiesel besprach es mit ihrer Tochter, und unter dem Schutz des Neumondes verließen die beiden zusammen die Siedlung, ....

Saraswati

Caya Offline




Beiträge: 277

28.04.2008 00:37
#71 RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten
Zitat von Philippe
bei solchen bildern werde ich
sprachlos
immern noch
ich finde keine wörter mehr



der verzweifelte, ungleiche kampf der landlosen indios in amazonasgebiet brasiliens.



Ja, da bleibt mir heute noch die Spucke weg.

Da gibzz nix zum Durchlassen.

Wir werden weiterkämpfen!


Black Hands Sister

Die Moira Offline




Beiträge: 230

28.04.2008 09:16
#72 RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten

Als ich das Bild sah, bekam ich eine Gänsehaut und konnte den Blick garnicht mehr
von der Frau und dem Baby lösen...
Mir war spontan nach Weinen...
Jeder weitere Kommentar wäre überflüssig...
Das Bild erzählt selbst genug...

Liebe Grüße,

Die Moira

Caya Offline




Beiträge: 277

30.04.2008 14:00
#73 RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten

Es geht anders auch, das Zusammenleben.

Und ich will das es aufhört, dieses Leid der OhnMächtigen.

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