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Grenzen-Wissenschaften

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Caya


Beiträge: 277

22.02.2008 11:51

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten

Zitat von green
Zitat von Philippe
green
wegen der sprache

süffisant


.... nur das "spöttisch" hast Du unterschlagen, aber sei's drum.

Information ist kein Wissen und führt auch nicht zu Wissen. (das Gegenteil zu behaupten hat etwa die Qualität des "Einstigesdrogen"-Arguments )
Information ohne sinnliche Anbindung ist eine der Krankheiten dieser Zivilisation.
Mag sein, Du hast die persönlich in diesem Fall.

Unser Disput zeigt, mal nebenbei, dass auch Sprache noch keinen Austausch von Wissen ermöglicht
Denn was mir "passt" oder nicht, habe ich hier in Bezug auf Dich keineswegs geäußert. Reine Polemik, das zu behaupten.


Du darfst für dich Schlüsse ziehen
aber die Schlüsse der anderen über deine Aussagen sind tabu!


green

22.02.2008 11:52

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten

... es gibt hier keine Tabus.

Philippe


Beiträge: 127

22.02.2008 12:06

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten
Zitat von green
Zitat von Philippe
green
wegen der sprache

süffisant


.... nur das "spöttisch" hast Du unterschlagen, aber sei\'s drum.

Information ist kein Wissen und führt auch nicht zu Wissen. (das Gegenteil zu behaupten hat etwa die Qualität des "Einstigesdrogen"-Arguments )
Information ohne sinnliche Anbindung ist eine der Krankheiten dieser Zivilisation.
Mag sein, Du hast die persönlich in diesem Fall.

Unser Disput zeigt, mal nebenbei, dass auch Sprache noch keinen Austausch von Wissen ermöglicht
Denn was mir "passt" oder nicht, habe ich hier in Bezug auf Dich keineswegs geäußert. Reine Polemik, das zu behaupten.




green

intuektuelle turnübungen.

mit deinen zeilen ist keinem geholfen, der wegen landraub und illegalen holzschlag, unter waffengewalt, duch terror, todschlag sein angestmmtes land verlassen muss, oder nahe am verhungern ist.
dein sog. disput zeigt mir, dass es dir nicht möglich ist beim thema zu bleiben.

mir wäre es lieber diese menschen würden durch anwälte, ärzte wissenschaftler, geld und einer gemeinschaft von menschen, die sich seit jahren schon für diese völker einsetzt, unterstütz werden.

philippe


Der Microkredit
der grosses bewirkt
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Caya


Beiträge: 277

22.02.2008 12:12

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten

Zitat von green
Zitat von Caya
wie passt das zusammen, ehi!

wenn etwas mit Deinem Bild von mir nicht zusammenpasst, heißt das ja noch nicht mehr als genau das.



Da hast du Recht!

Nur geht es MIR gar nicht von einem Bild von dir
sondern darum,
dass du Aussagen machst.

Und ich beziehe mich konkret auf diese.

Aber Du weichst wie immer aus,
wenn es darum geht KONKRET zu antworten.

Deine Argumentationen dienen der Ablenkung von konkreten Antworten:

Spam-Troll
(nun ich sehs ja nicht so eng)

zB
wenn man zum Kern einer Aussage kommt,
dann kommt von dir:

Reden wir über Begriffe
und Begriffsstreitereien dauern lange
und am Ende sind sich alle einig:

Über Begriffe kann man sich eh nicht streiten
und was iss mit den armen Menschleins?

Was soll sein?

Wir unterhalten uns über Begriffe?
Machen mal da einen Misstrauensantrag
mal dort einen Untersuchungsausschuss...

Sagmal Green...
warum unterschätzt du die Intelligenz deiner MitUser so gewaltig?

Oder bist du es bloss gewohnt von Idioten umgeben zu sein?



Cayalotti

Caya


Beiträge: 277

22.02.2008 12:12

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten

Zitat von green
... es gibt hier keine Tabus.


Doch die gibts
und es wird Zeit, das du das FÜR DIE ANDEREN endlich respektierst!


Wyrm


Beiträge: 117

22.02.2008 12:20

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten

Zitat von green
Zitat von Wyrm
vermeintlicher Säkularisierung

... die Begriffe und was Du damit meinst müsstest Du mir mal erklären, was heisst das?




Das ist schon okay... das Verstädnis folgt
durch das Entzaubern des Wirkens der Medien - vielleicht findest Du hier etwas Für Dich Inspirierendes: (http://140454.dynamicboard.de/t75f5-Magi...pulationen.html):

Zitat von Wyrm
Zitat von green
Betroffenheit lässt sich nicht durch Medien herstellen.
aber Medien tun gerne so, als wäre das, was sie herstellen, identisch mit dieser menschlichen Qualität.
Das Wissen darum, was wir bewirken, ist abhängig von unseren Sinnen,
und die werden mit Hilfe der Medien betrogen, weil das, was dort erzeugt wird, eben nur ein affektiver Abklatsch von Betroffenheit ist.
Deshalb ändert sich ja auch so wenig, obwohl so viele "betroffen" sind.
die einzige Alternative ist, vor Ort etwas zu tun. Egal, wo dieser Ort ist.
Womit wir beim Neokolonialismus sind,
der sich in Nächstenliebe karschiert.
Die Zynistischste aller Missionen...
Aber da muss jeder für sich selbst dahinterkommen


Philippe


Beiträge: 127

22.02.2008 12:30

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten

Zitat von Saraswati
Zitat von green
Betroffenheit lässt sich nicht durch Medien herstellen.
aber Medien tun gerne so, als wäre das, was sie herstellen, identisch mit dieser menschlichen Qualität.

Das Wissen darum, was wir bewirken, ist abhängig von unseren Sinnen,
und die werden mit Hilfe der Medien betrogen, weil das, was dort erzeugt wird, eben nur ein affektiver Abklatsch von Betroffenheit ist.
Deshalb ändert sich ja auch so wenig, obwohl so viele "betroffen" sind.

die einzige Alternative ist, vor Ort etwas zu tun. Egal, wo dieser Ort ist.

Zurück zur Aufklärung durch die Medien.
Philippe hat Kontakt zu Natives und erlebt ja auch, was läuft.
Und Caya entstammt einer bedrohten Minderheit.
Es geht um Tatsachen. Und Medien sind Mittel Infos zu verbreiten.
Warum sollen die nicht ausnahmsweise mal was unter die Menschen bringen, was aufweckt?

Auch ich habe die Möglichkeit direkt in Zusammenhänge zu sehen,
durch die Menschen, mit denen ich bin.
Das Elend der Indios ist nicht von den Medien erfunden
es findet statt! Und wir haben gewisse Möglichkeiten-
schon durch unsren Zugang zu Medien und Geldern,
uns irgendwie nützlich zu machen...

Sowohl hier wie dort...






genau

sich mit intelektuellen turnübungen auf kosten dieser menschen zu profilieren versuchen,
ist in die wirkliche krankheit

schöne gedankengebäude errichten
die gefallen
meistens dem schreiber
das ist die wirkliche ablenkung vom thema
und den betroffenen ist wiederum nicht geholfen

letztlich wiedermal
selbstgerechtigkeit

philippe


Der Microkredit
der grosses bewirkt
http://www.kiva.org

Wyrm


Beiträge: 117

22.02.2008 12:44

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten
Ich seh den Konfliktpunkt so:

Das Problem ist die Propaganda, die sich in Medien einschleicht...
oder auch dass Medien ein Produkt dieser sind und einen selbst von der sinnlichen Anbindung zu allem,
was einen umgibt (was ich als sich selbst miteinbeziehen verstehe), ablenken sollen.

Wer ausstrahlt.. und was... welche Nachrichten gezeigt werden, welche nicht... wozu und warum nicht, usw.

Innen- und Aussenpolitisch.

Vor ein paar Wochen hab ich gelesen (einen kurzen Artikel!),
dass in Amerika Indianer den USA ihre Unabhängigkeit erklären (wollen?).

Jetzt haben wir die Möglichkeit das zu filtern, den Zweck der Medien zu wandeln...
aber die Motivation bleibt erhalten und manifestiert sich weiterhin in der Wirkung.

Wenn ich jetzt einen Sender mache, in dem sich Indogene Völker präsentieren,
dann ist das eine tolle Sache... nichtsdestotrotz fällt mir das Schlagwort: Neokolonialismus wieder ein.

Das ist finde ich Teil des Dilemmas...
denn ist kalkuliert... unser Wohlstand basiert auf dem Elend anderer.. das ist Fakt!

Und egal was ich spende, das ändert nichts daran... notgedrungen finden Spenden beidseitige Annahme,
für die Betroffenen bleibts aber bei blankem Zynismus und Selbstentfremdung... auf beiden Seiten.








green

22.02.2008 12:57

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten
Zitat von Philippe
mit deinen zeilen ist keinem geholfen, der wegen landraub und illegalen holzschlag, unter waffengewalt, duch terror, todschlag sein angestmmtes land verlassen muss, oder nahe am verhungern ist.

Du meinst doch nicht etwa, dass sich Deine Zeilen in dem Punkt von meinen unterscheiden, oder???

Wyrm


Beiträge: 117

22.02.2008 13:07

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten
In Antwort auf:
.... nur das "spöttisch" hast Du unterschlagen, aber sei\'s drum.

Information ist kein Wissen und führt auch nicht zu Wissen. (das Gegenteil zu behaupten hat etwa die Qualität des "Einstigesdrogen"-Arguments )
Information ohne sinnliche Anbindung ist eine der Krankheiten dieser Zivilisation.
Mag sein, Du hast die persönlich in diesem Fall.

Unser Disput zeigt, mal nebenbei, dass auch Sprache noch keinen Austausch von Wissen ermöglicht
Denn was mir "passt" oder nicht, habe ich hier in Bezug auf Dich keineswegs geäußert. Reine Polemik, das zu behaupten.


Zitat von green
Zitat von Philippe
mit deinen zeilen ist keinem geholfen, der wegen landraub und illegalen holzschlag, unter waffengewalt, duch terror, todschlag sein angestmmtes land verlassen muss, oder nahe am verhungern ist.

Du meinst doch nicht etwa, das sich Deine Zeilen in dem Punkt von meinen unterscheiden, oder???




Mir fällt auf:

Philippe weist in seinen Zeilen hin auf:
Landraub, illegalen Holzschlag, Waffengewalt, verlassen angestammten Landes auf Grund Terror und Todschlad, und Hungersnot.

Ich schliesse daraus folgendes:

Information ohne sinnliche Anbindung ist eine der Krankheiten dieser Zivilisation,
ist Mitverursacher für die von Philippe genannten Punkte - (An)Teilnahmslosigkeit.

Sinnliche Anbindung scheint ein Thema zu sein, um IM Thema zu sein - (An)Teilnahme.



Philippe


Beiträge: 127

22.02.2008 13:10

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten
Zitat von Wyrm
Ich seh den Konfliktpunkt so:

Das Problem ist die Propaganda, die sich in Medien einschleicht...
oder auch dass Medien ein Produkt dieser sind und einen selbst von der sinnlichen Anbindung zu allem,
was einen umgibt (was ich als sich selbst miteinbeziehen verstehe), ablenken sollen.

Wer ausstrahlt.. und was... welche Nachrichten gezeigt werden, welche nicht... wozu und warum nicht, usw.

Innen- und Aussenpolitisch.

Vor ein paar Wochen hab ich gelesen (einen kurzen Artikel!),
dass in Amerika Indianer den USA ihre Unabhängigkeit erklären (wollen?).

Jetzt haben wir die Möglichkeit das zu filtern, den Zweck der Medien zu wandeln...
aber die Motivation bleibt erhalten und manifestiert sich weiterhin in der Wirkung.

Wenn ich jetzt einen Sender mache, in dem sich Indogene Völker präsentieren,
dann ist das eine tolle Sache... nichtsdestotrotz fällt mir das Schlagwort: Neokolonialismus wieder ein.

Das ist finde ich Teil des Dilemmas...
denn ist kalkuliert... unser Wohlstand basiert auf dem Elend anderer.. das ist Fakt!


Und egal was ich spende, das ändert nichts daran... notgedrungen finden Spenden beidseitige Annahme,
für die Betroffenen bleibts aber bei blankem Zynismus und Selbstentfremdung... auf beiden Seiten.

da muss ich dir teilweise recht geben.
natürlich bin ich, genaugenommen ein täter, alleine wenn ich mir den hintern abwische, mit papier.
nicht wahr.
jede/r

nun das sollte mich aber nicht dabei hindern, über infos, ein netzwerk der information zu schaffen. auch um die eingebundenheit eines jeden in die problematik aufzudencken.

zu deinem artikel den du gelesen hattest.

diese "loslösung der indianer" von usa, das sind ca 5 personen im umkreis des AIM
teilweise lakotas.
also nicht die indianer.
eine eine aktion, die bereits wieder im sande verlaufen ist.
in der "weltgeschichte" hängt nun dieses rum, letzlich ein hoax, dass die indianer sich von der usa loslösen wollen.

wie schon geschrieben ist diesen betroffen völker die um ihr physisches überleben kämpfen, mit solchen meldungen nicht geholfen.
wenn ich poste, dann nicht von einer medienpresse aus, sondern organisationen, die sich als sprachrohr der indigenen völker zur verfügung stellen. diese zu unterstützen und ein grösseres netzwerk zu bauen, finde ich mehr als sinnvoll.
hier geht es nicht um propaganda, sondern um das nakte überleben.
schon aus diesem grunde, weil dort infos zu erhalten sind, die in der manipulierten weltpresse nicht zu lesen sind.

das sog. dillemma ist nur durch bewussmachung zu lösen. eben auch über infos.

wie schon gesagt
ohne infos
kein wissen
wie auch immer es gelagert ist.




philippe


Der Microkredit
der grosses bewirkt
http://www.kiva.org

Wyrm


Beiträge: 117

22.02.2008 13:15

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten
In Antwort auf:
nun das sollte mich aber nicht dabei hindern, über infos, ein netzwerk der information zu schaffen. auch um die eingebundenheit eines jeden in die problematik aufzudencken.

zu deinem artikel den du gelesen hattest.

diese "loslösung der indianer" von usa, das sind ca 5 personen im umkreis des AIM
teilweise lakotas.
also nicht die indianer.
eine eine aktion, die bereits wieder im sande verlaufen ist.
in der "weltgeschichte" hängt nun dieses rum, letzlich ein hoax, dass die indianer sich von der usa loslösen wollen.

wie schon geschrieben ist diesen betroffen völker die um ihr physisches überleben kämpfen, mit solchen meldungen nicht geholfen.
wenn ich poste, dann nicht von einer medienpresse aus, sondern organisationen, die sich als sprachrohr der indigenen völker zur verfügung stellen. diese zu unterstützen und ein grösseres netzwerk zu bauen, finde ich mehr als sinnvoll.
hier geht es nicht um propaganda, sondern um das nakte überleben.
schon aus diesem grunde, weil dort infos zu erhalten sind, die in der manipulierten weltpresse nicht zu lesen sind.

das sog. dillemma ist nur durch bewussmachung zu lösen. eben auch über infos.

wie schon gesagt
ohne infos
kein wissen
wie auch immer es gelagert is
Ich finde das genial.

Für mich ist Wirtschaftliche Unabhängigkeit für Medien wesentlich!

Und diejenigen, die diese Organisationen betreiben, zahlen einen hohen Preis dafür,
dass Indigene Völker (und ihr Volksstamm) ihre Lebensweise selbst bestimmen.

Für mich Demut pur.

green

22.02.2008 13:18

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten

Philippe, ich versuch's noch mal anders:
Im Westen gibt es seit Jahrzehnten immer wieder Bewegungen, Vereinigungen und Organisationen, die Unrecht in dieser Welt anmahnen.
Das Unrecht besteht, daran zweifele ich nicht.

Wo das Unrecht gerade gesehen oder genauer: gezeigt wird, unterliegt den Gesetzen des Medienkonsums.
Es wechselt nicht erst, wenn ein Unrecht beseitigt ist, sondern, wenn der "thrill" verbraucht ist.
Und das ist menschlich.
Denn wären normale Menschen tatsächlich in der Lage, das gesamte durch sie in Bewegung gesetzte Leid zu erfahren, sähe die Welt anders aus.
Ein Hinweis auf Teile dieses Leides verändert nichts grundsätzlich.
Es erzeugt Affekte mit mehr oder weniger geringer Energie.

Es hat nichts mit Selbstgerechtigkeit zu tun, wenn ich feststelle: mit Indianern habe ich nichts zu tun.
Nicht, weil sie keine Menschen wären, nicht, weil sie nicht indirekt unter mir leiden, nicht, weil ich um ihr Leid nicht weiß, nicht, weil mir die Zusammenhänge unbekannt wären,
sondern schlicht deshalb, weil ich keinen Indianer persönlich kenne.
Und nur dieser Punkt ändert die künstliche Betroffenheit durch Medien zu einer echten Betroffenheit, die meine Courage erfordert und in Bewegung setzt.


Wyrm


Beiträge: 117

22.02.2008 13:22

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten
Zitat von green
Philippe, ich versuch\\'s noch mal anders:
Im Westen gibt es seit Jahrzehnten immer wieder Bewegungen, Vereinigungen und Organisationen, die Unrecht in dieser Welt anmahnen.
Das Unrecht besteht, daran zweifele ich nicht.

Wo das Unrecht gerade gesehen oder genauer: gezeigt wird, unterliegt den Gesetzen des Medienkonsums.
Es wechselt nicht erst, wenn ein Unrecht beseitigt ist, sondern, wenn der "thrill" verbraucht ist.
Und das ist menschlich.
Denn wären normale Menschen tatsächlich in der Lage, das gesamte durch sie in Bewegung gesetzte Leid zu erfahren, sähe die Welt anders aus.
Ein Hinweis auf Teile dieses Leides verändert nichts grundsätzlich.
Es erzeugt Affekte mit mehr oder weniger geringer Energie.

Es hat nichts mit Selbstgerechtigkeit zu tun, wenn ich feststelle: mit Indianern habe ich nichts zu tun.
Nicht, weil sie keine Menschen wären, nicht, weil sie nicht indirekt unter mir leiden, nicht, weil ich um ihr Leid nicht weiß, nicht, weil mir die Zusammenhänge unbekannt wären,
sondern schlicht deshalb, weil ich keinen Indianer persönlich kenne.
Und nur dieser Punkt ändert die künstliche Betroffenheit durch Medien zu einer echten Betroffenheit, die meine Courage erfordert und in Bewegung setzt.


Nein, damit machst Du Dich als Normaler Mensch passiv.

Du wartest auf ein Ereignis im Aussen, z.b. einen Indianer kennenzulernen (selbst wenn Du hinfährst) bevor
Du Dich selbst in Bewegung setzt.

Und das ist zynisch im Hinblick auf das Lebenserfahren Indigener Völker.

green

22.02.2008 13:33

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten

Zitat von Wyrm
Nein, damit machst Du Dich als Normaler Mensch passiv.

...wäre eine Möglichkeit, die andere ist, eben sinnlich wahrzunehmen.
Denn die Wurzeln dessen, was ein mir unbekannter Indianer irgendwo in irgendeinem mir unbekannten Teil der Welt erleidet,
liegt ja bestenfalls vor meiner Haustür, schlimmstenfalls in mir selbst.
Da gibt es also überhaupt nichts abzuwarten.
Was mir nur seltsam vorkommt ist, in meiner allein bewohnten 120qm Wohnung den Fernseher auf standby zu stellen, nachdem ich eine üble Sendung über Leid "irgendwo" gesehen habe, die mich schrecklich betroffen macht, in mein Auto zu steigen, zum Flughafen zu fahren, es in eine ganzjährig temperierte Garage zustellen, mit dem Geld, das ich aus Börsenspekulationen gewonnen habe ein Billig-Ticket am Flughafen zu kaufen, um dann die Welt zu retten vor dem Leid der Zivilisation, verstehste?

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