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Saraswati


Beiträge: 881

22.02.2008 11:15

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten
Zitat von green
Betroffenheit lässt sich nicht durch Medien herstellen.
aber Medien tun gerne so, als wäre das, was sie herstellen, identisch mit dieser menschlichen Qualität.

Das Wissen darum, was wir bewirken, ist abhängig von unseren Sinnen,
und die werden mit Hilfe der Medien betrogen, weil das, was dort erzeugt wird, eben nur ein affektiver Abklatsch von Betroffenheit ist.
Deshalb ändert sich ja auch so wenig, obwohl so viele "betroffen" sind.

die einzige Alternative ist, vor Ort etwas zu tun. Egal, wo dieser Ort ist.

Zurück zur Aufklärung durch die Medien.
Philippe hat Kontakt zu Natives und erlebt ja auch, was läuft.
Und Caya entstammt einer bedrohten Minderheit.
Es geht um Tatsachen. Und Medien sind Mittel Infos zu verbreiten.
Warum sollen die nicht ausnahmsweise mal was unter die Menschen bringen, was aufweckt?

Auch ich habe die Möglichkeit direkt in Zusammenhänge zu sehen,
durch die Menschen, mit denen ich bin.
Das Elend der Indios ist nicht von den Medien erfunden
es findet statt! Und wir haben gewisse Möglichkeiten-
schon durch unsren Zugang zu Medien und Geldern,
uns irgendwie nützlich zu machen...

Sowohl hier wie dort...

Saraswati

sat naam

22.02.2008 11:15

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten

Zitat von green

... in dem Punkt sind wir uns ja durchaus einig.
Nur gehört eben bei genauerer Betrachtung die Feststellung einer "Survival International" auch zu diesem System. Sie ist ein Ausdruck dieser Zivilisation.

Sie ist nicht Ausdruck dieser Zivilisation - sondern ein Nebenprodukt dieses Systems, was auch immer eine *Minderheit* bleiben wird.
Als echten Aus-Druck hätte sie einen Bestimmungsfaktor.
Das was sie letztendlich bewirken, ist realistisch betrachtet, lediglich ein hinauszögern.
Weil die destruktiv-bestimmenden Kräfte einfach immer wieder Mittel und Wege finden um ihre Ziele durchzusetzen.

Das ist in allem anderen auch so.
Der Trost an der ganzen Sache ist, das die Verursacher auch mal dran sind - Als letztes.

Das ist dann, wenn sie anfangen müssen ihre eigenen Geldscheine zu fressen - wie schonmal von einem weisen vorausschauenden dieser betroffenen Völker gesagt wurde.

Caya


Beiträge: 277

22.02.2008 11:17

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten


In Antwort auf:
Das ist dann, wenn sie anfangen müssen ihre eigenen Geldscheine zu fressen - wie schonmal von einem weisen vorausschauenden dieser betroffenen Völker gesagt wurde.
Wie auch immer...
es ist bald soweit.

green

22.02.2008 11:23

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten
...ich sehe keinen Widerspruch zwischen Zivilisation (in folgenenden Z genannt ) und Evolution (E),
nur dass diese Z. sich selbst mit ihren eigenen hochwertigen Werkzeugen selbst beerdigt ist ja kein Argument, dass E unwirksam oder nicht vorhanden wäre.
Aus meiner Sicht sogar eher ein Argument dafür.

E ist auch kein Rechtfertigungssystem, sondern ein Beobachtungssystem, sie liefert nie Prognosen, das sollte man vielleicht nicht so durcheinander würfeln.

Minderheiten gibt es in jedem soziologischen Gebilde aus Lebewesen. Und die bilden in der Regel die Keimzelle für eine Weiterentwicklung, auch wenn sie physisch nicht überleben.



Wyrm


Beiträge: 117

22.02.2008 11:28

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten

Zitat von green
Betroffenheit lässt sich nicht durch Medien herstellen.
aber Medien tun gerne so, als wäre das, was sie herstellen, identisch mit dieser menschlichen Qualität.

Das Wissen darum, was wir bewirken, ist abhängig von unseren Sinnen,
und die werden mit Hilfe der Medien betrogen, weil das, was dort erzeugt wird, eben nur ein affektiver Abklatsch von Betroffenheit ist.
Deshalb ändert sich ja auch so wenig, obwohl so viele "betroffen" sind.

die einzige Alternative ist, vor Ort etwas zu tun. Egal, wo dieser Ort ist.
Womit wir beim Neokolonialismus sind,
der sich in Nächstenliebe karschiert.

Die Zynistischste aller Missionen...

Aber da muss jeder für sich selbst dahinterkommen

green

22.02.2008 11:28

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten

Zitat von Caya
Wie auch immer...
es ist bald soweit.



... totgesagte leben länger, also vorsichtig

green

22.02.2008 11:30

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten

Zitat von Wyrm
Womit wir beim Neokolonialismus sind,

... oder bei der Lokalpolitik (wäre doch wohl nahliegender, in jeder Hinsicht, oder? )

Wyrm


Beiträge: 117

22.02.2008 11:33

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten

Zitat von green
Zitat von Wyrm
Womit wir beim Neokolonialismus sind,

... oder bei der Lokalpolitik (wäre doch wohl nahliegender, in jeder Hinsicht, oder? )




Nein, das wäre Verdrängung

Wyrm


Beiträge: 117

22.02.2008 11:35

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten
Zitat von green
...ich sehe keinen Widerspruch zwischen Zivilisation (in folgenenden Z genannt ) und Evolution (E),
nur dass diese Z. sich selbst mit ihren eigenen hochwertigen Werkzeugen selbst beerdigt ist ja kein Argument, dass E unwirksam oder nicht vorhanden wäre.
Aus meiner Sicht sogar eher ein Argument dafür.

E ist auch kein Rechtfertigungssystem, sondern ein Beobachtungssystem, sie liefert nie Prognosen, das sollte man vielleicht nicht so durcheinander würfeln.

Minderheiten gibt es in jedem soziologischen Gebilde aus Lebewesen. Und die bilden in der Regel die Keimzelle für eine Weiterentwicklung, auch wenn sie physisch nicht überleben.


Eh nicht, es ist eine Bestätigung dafür, dass jene Zivilisation nicht evolutiv mit sich selbst verfährt.

Und ein Argument dafür, dass so eine Zivilisation, welche sich auf vermeintlicher Säkularisierung basiert,
weit danebenliegt, was das Verständnis von Evolution beinhaltet.

Philippe


Beiträge: 127

22.02.2008 11:37

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten

green
wegen der sprache

süffisant

dünkelhaft, selbstgefällig, selbstgerecht, selbstzufrieden,

nun allgemein gesehen ist ohne sprache keine information möglich.
die indigenen bedrohaten völker haben keinen zugang zu massenmedien, dies ist der grund warum zb. die gesellschaft für bedrohte völker sich als ihr sprachkanal organisiert hat. und viele andere auch die gute arbeit, über sprache und information leisten.

und ich werde wieder post setzten und nicht nur weil ich kontakte habe zu diesen bedrohten völker.
ob es jetzt green passt oder nicht.

ohne infos kein wissen.

In Antwort auf:
Zitat von green
Betroffenheit lässt sich nicht durch Medien herstellen.
aber Medien tun gerne so, als wäre das, was sie herstellen, identisch mit dieser menschlichen Qualität.

Das Wissen darum, was wir bewirken, ist abhängig von unseren Sinnen,
und die werden mit Hilfe der Medien betrogen, weil das, was dort erzeugt wird, eben nur ein affektiver Abklatsch von Betroffenheit ist.
Deshalb ändert sich ja auch so wenig, obwohl so viele "betroffen" sind.

die einzige Alternative ist, vor Ort etwas zu tun. Egal, wo dieser Ort ist.


das ist gerade die arbeit die diese medien machen, vor ort information. also vor der haustüre, nicht wahr.
gerade siese passt aber green offensichtlich nicht.

der einzige der scheinbar in seiner grenzenlosen selbstgerechtigkeit nix wirklich anzufagen weiss mit diesen infos,
so scheint es,
ist green
wie gesagt süffisant.

philippe


Der Microkredit
der grosses bewirkt
http://www.kiva.org

green

22.02.2008 11:37

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten

Zitat von Wyrm
vermeintlicher Säkularisierung

... die Begriffe und was Du damit meinst müsstest Du mir mal erklären, was heisst das?

Caya


Beiträge: 277

22.02.2008 11:44

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten

Zitat von green
Zitat von Caya
Wie auch immer...
es ist bald soweit.



... totgesagte leben länger, also vorsichtig



Du meinst, dass die Gier sich niemals in den Popsch beisst?

Da sollen auf einmal die "Naturgesetze" ausgehebelt sein?

Und die Logik ...die Kausalität?

Naja...andererseits,
bezweifelst Du ja auch die Logik moderner Wissenschaftlichen Entdeckungen.

(Ich frag mich nur, warum hier plötzlich dein Kurs im Wundern...
wie passt das zusammen, ehi!

Verrätst Dus uns? )


*winke*


Lotti

green

22.02.2008 11:48

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten

Zitat von Philippe
green
wegen der sprache

süffisant


.... nur das "spöttisch" hast Du unterschlagen, aber sei's drum.

Information ist kein Wissen und führt auch nicht zu Wissen. (das Gegenteil zu behaupten hat etwa die Qualität des "Einstigesdrogen"-Arguments )
Information ohne sinnliche Anbindung ist eine der Krankheiten dieser Zivilisation.
Mag sein, Du hast die persönlich in diesem Fall.

Unser Disput zeigt, mal nebenbei, dass auch Sprache noch keinen Austausch von Wissen ermöglicht
Denn was mir "passt" oder nicht, habe ich hier in Bezug auf Dich keineswegs geäußert. Reine Polemik, das zu behaupten.

Caya


Beiträge: 277

22.02.2008 11:49

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten

Edit:

Green gehört für mich zu einer Minderheit
und genau deshalb existiert auch dieser Wahnsinn.

Leute ich meine mit Minderheit nicht eine Quantität.

Und wir alle
könnten uns überlegen, wie man Minderheiten tatsächlich beschützen kann.

Wisst ihr, was ich meine?

Caya

green

22.02.2008 11:50

RE: Alle zwei Wochen stirbt eine indigene Sprache aus Zitat · antworten

Zitat von Caya
wie passt das zusammen, ehi!

wenn etwas mit Deinem Bild von mir nicht zusammenpasst, heißt das ja noch nicht mehr als genau das.

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