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Astroharry


Beiträge: 119

15.02.2008 17:27

Die russische Seele in der Sprache finden Zitat · antworten
Das y ist in Russisch beinahe ein Kehllaut, wird sehr tief in der Kehle gesprochen, oder?

Das y sieht jedenfalls so aus.

Das C wird ebenfalls eher wie ein SCH gesprochen, oder?

Das sind Hinweise, dass die russische Kultur archaisch ist. Darin ist sie dem Judentum verwandt. Auch das Hebräisch spricht man eher in der Kehle.

Das ergibt eine Verbundenheit mit dem Ursprünglichen, mit den Wurzeln. Vermutlich ist in Russland der Saturn-Einfluss stark. Es ist zwar ein Wassermann-Volk aber der Saturn steht ja dort im Domizil. Die juden sind ein Saturnvolk. Sie sind sehr konservativ. In russland ist das Anders, dort erlebt man immer wieder Revolutionen (Uranus) und die Erste Umsetzung des real existierenden Sozialismus mit dem ziel den Komunismus weiltweit einzuführen erfolgte dort.
Das sind Wassermann-Tendenzen.

Das 3 als Z deutet eher drauf hin, dass man hier die scharfen Kannten scheut und das Weiche bevorzugt. Wie spricht man das denn? hart oder weich?

Muss weg, Zeugnis feiern

Gruß Harry

Roksi
Admin

Beiträge: 2.137

15.02.2008 21:20

Die russische Seele in der Sprache finden Zitat · antworten
Zitat von Astroharry
Muss weg, Zeugnis feiern
Wessen zeugnis?

Das russische "y" wird zwar wie "u" ungefähr ausgesprochen, aber kommt viel weiter "oben" zustande, als die deutschen Vokale. Insgesamt ist die russische Artikulationsbasis viel weiter oben angesiedelt im Vergleich zu den deutschen Vokalen. Interessanter Moment: als ich mich auf die Prüfungen vorbereitet habe, bin ich zum ersten Mal der Wissenschaft der Phonetik begegnet. Dort wurde gelernt, wie die Laute im Deutschen richtig auszusprechen sind. Nach einigen Tagen der Übungen mit den deutschen Vokalen konnte ich auf einmal ganz anders singen - die Stimme war einfach schöner geworden. Auch ein Effekt für die "tiefere" Ausdrucksweise der Deutschen: für die Russen hört sich Deutsch lauter als Russisch an (und es ist auch im Grunde genommen lauter).

Das "C" wird geschrieben: Ц und wird wie "Z" in "Zar"ausgesprochen.

Das "S" wird geschrieben: C und wird wie "s" in "Pssssst" ausgesprochen.

Das "SCH" wird geschrieben: Ш und wird wie "sch" in "Schule" ausgesprochen.

Das "З" wird immer wie "s" im Wort "summen" ausgesprochen.



Zum "i"

Also das Interessanteste habe ich doch glatt vergessen: einfaches "И" (auch ganz einfach "i" ausgesprochen) bedeutet "und"! Sprich hier tritt das russische "I" in der verbindenden Rolle auf. Und natürlich "ili" wird geschrieben "ИЛИ" und heißt "oder".

ansonsten gibt es folgende interessanten Wörter:

*iglá*---ИГЛА---Stachel

*igrá*---ИГРА ---Spiel

*idtí*----ИДТИ---gehen

*isbá*---ИЗБА---Hütte

*ikóna*-ИКОНА--Ikone

*imét*--ИМЕТЬ---haben (der Laut „t“ wird hier weich ausgesprochen wie im Wort „tja“.

*ímja*--ИМЯ------Name
(man beachte die Entsprechung: im Russischen kommt „Name“ vom „haben“ und im Deutschen kommt Name eher vom Wort „nehmen“.

*imústschestvo*-ИМУЩЕСТВО-Hab, Gut, Vermögen

*is*------ИЗ----- Präposition "aus", hier wird das "З" wie im Wort "sauber" ausgesprochen und dann kommen natürlich alle Worte, die den Präfix "aus" vorne stehen haben



Roksi ..........................................................TM 003

Caya


Beiträge: 277

16.02.2008 10:36

Die russische Seele in der Sprache finden Zitat · antworten
Zitat von Astroharry
Das y ist in Russisch beinahe ein Kehllaut, wird sehr tief in der Kehle gesprochen, oder?

Das y sieht jedenfalls so aus.

Das C wird ebenfalls eher wie ein SCH gesprochen, oder?

Das sind Hinweise, dass die russische Kultur archaisch ist. Darin ist sie dem Judentum verwandt. Auch das Hebräisch spricht man eher in der Kehle.

Das ergibt eine Verbundenheit mit dem Ursprünglichen, mit den Wurzeln. Vermutlich ist in Russland der Saturn-Einfluss stark. Es ist zwar ein Wassermann-Volk aber der Saturn steht ja dort im Domizil. Die juden sind ein Saturnvolk. Sie sind sehr konservativ. In russland ist das Anders, dort erlebt man immer wieder Revolutionen (Uranus) und die Erste Umsetzung des real existierenden Sozialismus mit dem ziel den Komunismus weiltweit einzuführen erfolgte dort.
Das sind Wassermann-Tendenzen.

Das 3 als Z deutet eher drauf hin, dass man hier die scharfen Kannten scheut und das Weiche bevorzugt. Wie spricht man das denn? hart oder weich?

Muss weg, Zeugnis feiern

Gruß Harry



Hei

Die Zigeuner nicht vergessen,
sie geben der russischen Kultur dieses Springend-Hüpfende...
diese Freude, wenn man Todtraurig ist

Keine Freude ohne Träne
keine Träne ohne Freude

sie verleihen keine Vokale, dafür a bisserl was Schlampigs...


Es ist der Venuseinfluss



Gratuliere!
Roksi
Admin

Beiträge: 2.137

16.02.2008 10:44

RE: Die russische Seele in der Sprache finden Zitat · antworten

Zitat von Caya
Die Zigeuner nicht vergessen,
sie geben der russischen Kultur dieses Springend-Hüpfende...
diese Freude, wenn man Todtraurig ist
Natürlich. Ab und zu, wenn ich singe, gebe ich eine Art "Zigeuner-Ton" mit der Stimme rein. Es ändert sofort das Lied und interessanter Weise hört es sich homogen in beiden Varianten - sowohl mit, als auch ohne "Zigeuner-Anschlag".



Roksi ..........................................................TM 003

Caya


Beiträge: 277

16.02.2008 10:46

RE: Die russische Seele in der Sprache finden Zitat · antworten
Das ist deshalb so,
dass es da ist...auch wenn dus nicht "singst"...

so ist das zb mit Pausen in der Musik
oder mit (Sub)Kultur.



*winke*
Astroharry


Beiträge: 119

18.02.2008 10:17

RE: Die russische Seele in der Sprache finden Zitat · antworten
Zitat von Roksenia
Wessen zeugnis?
Das meiner Tochter


In Antwort auf:
Das russische "y" wird zwar wie "u" ungefähr ausgesprochen, aber kommt viel weiter "oben" zustande, als die deutschen Vokale. Insgesamt ist die russische Artikulationsbasis viel weiter oben angesiedelt im Vergleich zu den deutschen Vokalen. Interessanter Moment: als ich mich auf die Prüfungen vorbereitet habe, bin ich zum ersten Mal der Wissenschaft der Phonetik begegnet. Dort wurde gelernt, wie die Laute im Deutschen richtig auszusprechen sind. Nach einigen Tagen der Übungen mit den deutschen Vokalen konnte ich auf einmal ganz anders singen - die Stimme war einfach schöner geworden. Auch ein Effekt für die "tiefere" Ausdrucksweise der Deutschen: für die Russen hört sich Deutsch lauter als Russisch an (und es ist auch im Grunde genommen lauter).
Das "C" wird geschrieben: Ц und wird wie "Z" in "Zar"ausgesprochen.
Das "S" wird geschrieben: C und wird wie "s" in "Pssssst" ausgesprochen.
Das "SCH" wird geschrieben: Ш und wird wie "sch" in "Schule" ausgesprochen.
Das sieht aus wie das hebräische Schin. Man muss mal sehen woher das Kyrillisch kommt. Soweit ich weis haben das zwei Mönche entwickjelt. Eure Sprache hat also religiöse Wurzeln


In Antwort auf:
Das "З" wird immer wie "s" im Wort "summen" ausgesprochen.
Ja, das dachte ich mir. Dieser Buchstabe scheint mir eher ein schwaches Z zu sein, als ein S


In Antwort auf:

Zum "i"

Also das Interessanteste habe ich doch glatt vergessen: einfaches "И" (auch ganz einfach "i" ausgesprochen) bedeute "und"! Sprich hier tritt das russische "I" in der verbindenden Rolle auf. Und natürlich "ili" wird geschrieben "ИЛИ" und heißt "oder".
ansonsten gibt es folgende interessanten Wörter:
*iglá*---ИГЛА---Stachel
Das passt zum deutschen Igel


In Antwort auf:
igrá*---ИГРА ---Spiel
Ich gebe mal die mystische Bedeutung nach meiner Ansicht wieder, die ich aus den Lauten abzuleiten versuche: Nach dem Klang ist IGRA etwas, das eine einzelne Person beginnt oder erfindet(I). Dann wird das auf einer Fläche am Boden gespielt, man stampft z.B. oder sucht einen soliden Stand, also vielleicht eine Art Reigen oder Tanz(G) und es wird dann auch laut(R) und es muss etwas einfaches und solides sein, das alle mitmachen können(A)


In Antwort auf:
*idtí*----ИДТИ---gehen
Da sind die beiden (I) mit dem stabilität vermittelnden (T). Also Gehen eher als eine Art Tragen oder Stapfen


In Antwort auf:
*isbá*---ИЗБА---Hütte
Zeigt an, das sie einem Individuum gehört(I), das darin wohnt(S) und die Mutter oder das weibliche darin geschützt ist(B) und wieder durch Stabilität Schutz gewährt(A)


In Antwort auf:
*ikóna*-ИКОНА--Ikone
Das ist ein Wesen(I), das eingesperrt ist in etwas(K) und daraus hervorwirkt und strahlt(O). Aber es ist eine Negation darin, Weist also auf eine Weltverneinende Aussage hin(N) und vermittelt wieder Dauer und Stabilität(A)


In Antwort auf:
*imét*--ИМЕТЬ---haben (der Laut „t“ wird hier weich ausgesprochen wie im Wort „tja“.
In Antwort auf:
Wieder ein Wesen(I), das etwas mütterlich verstoflichendes an sich hat(M) und sich einwenig verströmt(dsch). Darin liegt also immer auch das Zeigen oder auch Geben oder Nutzen bringen von dem was man hat


[quote]*ímja*--ИМЯ------Name
(man beachte die Entsprechung: im Russischen kommt „Name“ vom „haben“ und im Deutschen kommt Name eher vom Wort „nehmen“.
Wieder ein Wesen(I) das sich materialitiert(M) und in der Erde verankert hat(J) und Dauer verspricht
*imústschestvo*-ИМУЩЕСТВО-Hab, Gut, Vermögen
Ein Wesen(I), das zuerst Kraft aufsammelt (t), dann diese ausgibt(tsch) und schließlich transformiert und in geistige Energei umwandelt(WO) Also mit Arbeit verbunden. Etwas durch Arbeit Erworbenes


In Antwort auf:
*is*------ИЗ----- Präposition "aus", hier wird das "З" wie im Wort "sauber" ausgesprochen und dann kommen natürlich alle Worte, die den Präfix "aus" vorne stehen haben
Ich sehe in diesem Zeichen auch eine Energie, die sich in jedem Falle nach rechts, d.h. nach außen wendet. Während das deutsche S sich zuerst nach innen(links) wendet um dann nach Außen(rechts) zu schwingen. Danach würde das Zeichn eher die Bedeutung von:"Heraus aus Etwas" vermitteln. Daher spricht man es auch oft stimmhaft.
Roksi
Admin

Beiträge: 2.137

18.02.2008 10:44

Geschichte der russischen Sprache Zitat · antworten

In Antwort auf:
Das sieht aus wie das hebräische Schin. Man muss mal sehen woher das Kyrillisch kommt. Soweit ich weis haben das zwei Mönche entwickjelt. Ehre Sprache hat also religiöse Wurzeln
Ich werde dann zur der Geschichte der russischen Sprache noch was schreiben - brauchst nicht gucken.



Roksi ..........................................................TM 003

Roksi
Admin

Beiträge: 2.137

19.02.2008 08:38

RE: Die russische Seele in der Sprache finden Zitat · antworten
Russische Sprachgeschichte
Teil 1
Kyrill und Mefodij



Zur Geschichte von russischer Sprache:

Zuerst muss man sich zwei Begriffe merken: die Herkunft der russischen Sprache führt im IX Jahrhundert auf die s. g. „Glagoliza=glagolitische Schrift“ und „Kyrilliza=kyrillische Schrift“ zurück. Das moderne russische Alphabet wurde auf Basis dieser beiden Schriften entwickelt.

Man vermutet, dass „Glagoliza“ die älteste slavische Schrift ist. Das beruht sich auf folgender Tatsache: laut den Archeologen wurden einige schriftlichen Überlieferungen gefunden, wobei auf der Glagoliza die kyrillischen Buchstaben drauf gemalt waren. Aber nie umgekehrt.

Es ist allerdings trotzdem interessant, dass diese beiden Schriften fast gleichzeitig (gleichzeitig auf langen zeitlichen historischen Raum gesehen) aufzutauchen scheinen.

Die Entstehung der slavischen Schrift führt auf zwei Mönche Mefodij und Kyrill zurück, wie Du, Harry, das richtig bemerkt hast. Wobei hier einige Unreihmheiten gibt, welche Schrift denn hier von den beiden entwickelt wurde. Es wird generell angenommen, dass es glagolische Schrift sein muss.

Die beiden Mönche waren Brüder aus einer Familie mit 7 Söhnen, wobei der Mefodij der älteste und der Kyrill der jüngste war. Sie lebten damals auf dem Territorum des griechischen Mazedonien, welches zu damaligen Zeiten ihre Kulturblüte erfahren hat. Die Stadt heißt heute „Saloniki“. Dieses Gebiet stand damals halb unter bulgarischen und halb unter slavischen Einflüssen. Generell nimmt man an, dass die Familie slavisch war, allerdings gibt es auch die Meinung, dass die beiden Mönche doch bulgarischer Herkunft sein sollten. Die Geschichte hat hier keinen eindeutigen Beweis hinterlassen.

Es wird angenommen, dass Kyrill und Mefodij die bereits erwähnte Glagoliza ausgearbeitet haben. Und die Kyrilliza wurde dann von derer Schülern entwickelt. Heute gilt gerade die kyrillische Schrift (offensichtlich abgeleitet vom Namen „Kyrill“) als Basis für das moderne russische Alphabet.

Das Ziel, die Schrift zu entwickeln, beruhte bei den beiden Brüdern in erster Linie auf der Idee, Christentum in den slavischen Gebieten zu verbreiten. Also wurden entsprechender Weise in erster Linie die heiligen Schriften in dieser Art und Weise geschrieben.

Die beiden wurden dann heilig gesprochen.



Roksi ..........................................................TM 003

Saraswati


Beiträge: 881

19.02.2008 08:46

RE: Die russische Seele in der Sprache finden Zitat · antworten

Wurde zur Zeit der beiden Mönche
schon eine andre Schrift dort gelehrt
und wenn ja, was ich im 9. Jhd. vermute,
welche?

Saraswati

Roksi
Admin

Beiträge: 2.137

19.02.2008 08:56

RE: Die russische Seele in der Sprache finden Zitat · antworten

Zitat von Saraswati
Wurde zur Zeit der beiden Mönche
schon eine andre Schrift dort gelehrt
und wenn ja, was ich im 9. Jhd. vermute,
welche?


Für die slavischen Völker gab es einfach keine spezielle Schrift. Sondern das, was damals bereits vorhanden war. Wenn ich mich nicht irre, war die latinische Schrift damals die "offizielle" Schrift, mit welcher vor allem die kirchlichen Texte erfasst wurden.



Roksi ..........................................................TM 003

Roksi
Admin

Beiträge: 2.137

19.02.2008 09:09

RE: Die russische Seele in der Sprache finden Zitat · antworten
Russische Sprachgeschichte
Teil 2
Taufe Kiever Rus


Es wäre vom spirituell-histrorischen Aspekt bestimmt wichtig, zu erwähnen, dass 100 Jahre später, im Jahr 988, die s.g. „Taufe des Rus“ stattgefunden hat. Der damalige Fürst der kiever Rus Vladimir (damals war Zentrum der Macht in der Ukraine in Kiev) trug den Gedanken über die Vereinigung vieler slavischen Territorien unter einer politischen Führung. Wie es so ist, wurde natürlich der typische Weg genommen – das Heidentum musste weg und eine einheitliche Religion her, welche die heidnischen slavischen Stämme vereinigen würde.

Das war ein gewalttätiger Akt, welcher dazu führte, dass die Symbolik der heidnischen Stämme einfach zerstört wurde. Die Idole, die zum größten Teil aus Holz gemacht waren, wurden verbrannt. Die Bräuche wurden verboten. Manche Bräuche wurden von der Kirche einfach in die kirchlichen christlichen Bräuche mitintegriert – denn man konnte sie aus dem Gedächtnis der Menschen nicht austilgen. Das ist ein interessanter Fakt. Das erinnert mich an die Gedanken, dass das Feiern von Ostern in Deutschland auch ein heidnischer Brauch sein soll. Also waren die damaligen politischen Methoden, die Einheit mit Gewalt zu erzeugen, überall gleich. Mittel der Einheitserzwingung - Religion.

Ein sehr wichtiger Fakt: zu dieser Zeit wurde auch die damalige „spirituelle Elite“ der russischen Völker vernichtet – in erster Linie offensichtlich die Männer. Sie hießen „Volchvi“ und „Veduni“. Das sind die russischen Bezeichnungen für die Zauberer und Hexen. Allerdings erfuhr man keine solche systematische Verfolgung wie der Hexen unter Inquisition. Damals waren die Völker noch weit genug zerstreut, so dass die Vernichtungs- und Verfolgungswelle nicht überall greifen konnte.

Es wäre auch wichtig zu erwähnen, dass diese Elite einen Aufstand versuchte. Das war in XI Jh. Allerdings wurde er von den damaligen Fürsten blutig unterdrückt. Das wäre für mich auch der Grund, warum das spirituelle Wissen der Slaven später in den Frauen übertragen wurde. Die Zauberer waren in erster Linie Krieger und Verteidiger, also starben sie im Kampf für die Freiheit des spirituellen Denkens.

Im Endeffekt war die letzte Abgrenzung zur Freiheit errichtet. Das Heidentum, aus welchem die russische Kultur herausgekommen ist, wurde zum größten Teil vernichtet. Ab da an nahm das Prinzip des Leidens in der russischen Natur ihren Anfang an.

Ich vermute, diese Fähigkeit, vieles aushalten zu können, kommt eben auf diesen Fakt zurück: vorher waren die Russen einfach die heidnischen Völker, die in Freiheit und Harmonie mit der Natur lebten. Danach zwang man sie in ein religiöses System, welches die Art und Weise zu leben vollkommen umkrempelte. Der Leidensweg hatte mit der Zerstörung des freien geistigen Lebens seinen Anfang gehabt.

Ab diesem Zeitpunkt hat man auf einmal auch kalendarische Änderungen vorgenommen. (Grüßlies hier an Sat ) Und zwar vorher wurde unter Heiden das Neujahr mit dem Neumond nach der Tages- und Nachtgleiche im Frühling ab dem 20.-21. März gefeiert. Stattdessen wurde es auf 1. März verlegt. (Warum eigentlich?? – dafür gibt es einfach keine Erklärung)

Interessant wäre auch zu erwähnen, dass vor der Taufe auch die Beziehungen freier gelebt wurden – man hatte mehrere Partner. Dies wurde verboten.

Im Endeffekt hatte Fürst Vladimir sogar eine Auswahl, als er Christentum einführte. Er ließ die Vertreter ALLER Glaubensrichtungen zu sich kommen und bat sie, ihren Glauben vorzustellen. Seine Wahl war das Christentum aus Bysanz, welche das Prachtvolle in den Bräuchen in sich trug. Diese Pracht hat ihn beeindruckt.

In den Sowjetzeiten wurde die Gewalt des Einführens des Christentums viel kritisiert und man hat bedauert, dass das Heidentum, welches praktisch die Geburtstelle des russischen Geistes war, untergegangen war.



Roksi ..........................................................TM 003

Roksi
Admin

Beiträge: 2.137

19.02.2008 09:39

RE: Die russische Seele in der Sprache finden Zitat · antworten
Habe gerade noch einen interessanten Fakt bei WIKI ausgegraben:

Noch später im XIII Jh. findet sich historische Aufzeichnung, dass in der damals politisch sehr starken russischen Stadt Novgorod einige Volchvi beim lebendigen Leibe öffentlich verbrannt wurden. Es wird unterstrichen, dass diese Hinrichtungen eindeutig rituellen Opfer-Charakter trugen und bewußt viele Menschen dabei anwesend sein sollten.

Meine Deutung: das war die Besiegelung des Leidens des russischen Volkes, welches mit Gewaltätigkeit der Einführung der fremden Religion begonnen hatte. Die neue Gesellschaftsstruktur, welche schlicht und einfach auf der geistigen Versklavung beruht, konnte aufblühen, gedüngt mit dem Opferblut der spirituellen Träger (in diesem Fall offensichtlich einiger weniger männlichen Hexen, die leidvoll durch Gewalt der Dritten verbrannt werden mussten).



Roksi ..........................................................TM 003

Saraswati


Beiträge: 881

19.02.2008 10:04

RE: Die russische Seele in der Sprache finden Zitat · antworten
Spontan wird mir klar,
welches riesige Potential
in der Historie begraben liegt!
Wenn das alles erlöst würde
oder ich sage lieber WIRD,
was für eine Lebens-Kraft wird da frei...


Vielleicht ersäufen die heutigen Leidenden
immer noch ihre genetisch gespeicherte Trauer
in Wodka und melancholischen Liedern...
und finden wegen dem Trauma vergangener Zeiten
in Angst, nicht die Kraft, auf starke Beine zu kommen...



http://www.youtube.com/watch?v=kSa5SMANDzU&feature=related

Saraswati

Roksi
Admin

Beiträge: 2.137

19.02.2008 10:22

RE: Die russische Seele in der Sprache finden Zitat · antworten
Noch was zum Anmerken:

Das größte Problem eines Russen ist eigentlich Alk. (Interessante Parallele zu den Indianern, die dem Suchstoff auch seltsamer Weise leicht verfallen können).

Es wird historisch angenommen, dass gerade die damalige "neue kirchliche Elite" der orthodoxen Kirche den Vorwurf bekommt, der Alkoholsucht verfallen zu sein. Und diese Quelle sorgte dafür, dass Alkohol die russische Seele komplett unterwanderte.

Es ist auch logisch - die Verantwortung für die weitere geistige Entwicklung wurde von der neuen Elite übernommen. Das Prinzip der "Schafe, welche jemandem folgen sollen" sorgte dafür, dass man das nachahmte, was die gestige Führung machte - und die orthodoxe Kirche ist die geistige Führung des russischen Volkes (gewesen).



Roksi ..........................................................TM 003

Saraswati


Beiträge: 881

19.02.2008 10:29

RE: Die russische Seele in der Sprache finden Zitat · antworten

Zitat von Roksenia
Das größte Problem eines Russen ist eigentlich Alk. (Interessante Parallele zu den Indianern, die dem Suchstoff auch seltsamer Weise leicht verfallen können).

Es wird historisch angenommen, dass gerade die damalige "neue kirchliche Elite" der orthodoxen Kirche den Vorwurf bekommt, der Alkoholsucht verfallen zu sein. Und diese Quelle sorgte dafür, dass Alkohol die russische Seele komplett unterwanderte.

Es ist auch logisch - die Verantwortung für die weitere geistige Entwicklung wurde von der neuen Elite übernommen.

Da ist eindeutig eine Parallele!

Die Indianerin,
mit der ich in Kontakt bin, sagte übrigens auch,
dass Indianer genetisch Alkohol nicht so leicht abbauen können
und außerdem viel leichter süchtig werden, als Weiße.

Aber überhaupt suchtanfällig zu werden,
hat mit abgeschnittenen Wurzeln zu tun...

Saraswati

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